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Bismarckplatz im Fokus – Koordinierungsstelle Erinnerungskultur startet öffentliche Workshops zum zukünftigen Umgang mit dem Namen Bismarckplatz

Im Zentrum des nun beginnenden Beteiligungsprozesses stehen drei öffentliche Workshops, die von der Moderatorin Viola Kelb begleitet werden. Die Veranstaltungen finden am 10. Juni und 22. Juli jeweils von 17.30 bis 20.30 Uhr sowie am 17. Oktober von 10.30 bis 13.30 Uhr statt.
Im Mittelpunkt stehen Austausch, Diskussion und die gemeinsame Entwicklung von Ideen für einen zeitgemäßen Umgang mit historischen Namensgebungen für Orte im Stadtraum. Der Bismarckplatz ist bis heute ein zentraler Treffpunkt und Alltagsort im Stadtbezirk. Zugleich wird die öffentliche Ehrung Otto von Bismarcks zunehmend kontrovers diskutiert.
In den vergangenen Jahren wurden aus der Stadtgesellschaft verschiedene Vorschläge für eine Umbenennung des Platzes eingebracht, insbesondere durch die Initiative „Ein Platz für Betty Rosenfeld“. Andere Stimmen sprachen sich für eine stärkere historische Einordnung des Ortes aus. Auf Grundlage eines Gemeinderatsantrags aus dem Jahr 2023 wurde die Koordinierungsstelle Erinnerungskultur beauftragt, eine öffentliche Diskussion über den zukünftigen Umgang mit dem Bismarckplatz anzustoßen.
Bereits im Vorfeld fanden informelle Gespräche mit Menschen aus dem Stadtteil sowie Besucherinnen und Besuchern des Platzes statt. Mitte April lud die Koordinierungsstelle zudem zu einer öffentlichen Auftaktveranstaltung mit Beiträgen von Dr. Ulf Morgenstern von der Bismarck-Stiftung, der postkolonialen Stadtforscherin Dr. Noa K. Ha sowie den Künstlerinnen Judith Engel und Ann-Kathrin Müller ein.
Die Workshops bieten Raum für Perspektiven aus Stadtgesellschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur. Zu Beginn steht der Austausch zu persönlichen Perspektiven, Erfahrungen und offenen Fragen im Mittelpunkt. Darauf aufbauend werden unterschiedliche Möglichkeiten für den zukünftigen Umgang mit dem Ort diskutiert. Die Ansätze reichen von Formen der historischen Einordnung über künstlerische Interventionen bis hin zu einer möglichen Teilumbenennung oder Umbenennung des Platzes.
Im letzten Workshop werden die entstandenen Ideen weiterentwickelt und zusammengeführt. Ziel ist es, einen gemeinsamen Vorschlag zu erarbeiten, der sowohl dem historischen Kontext als auch der Bedeutung des Platzes als lebendigem Ort im Stadtbezirk gerecht wird.
Die Workshops stehen allen Interessierten offen. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Da die Veranstaltungen aufeinander aufbauen, wird darum gebeten, möglichst an allen drei Terminen teilzunehmen. Die Treffpunkte liegen zentral in Stuttgart-West und sind barrierefrei erreichbar. Genauere Informationen erhalten Teilnehmende nach
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Die Ergebnisse des gesamten Prozesses werden am 17. November im Rahmen einer öffentlichen Abschlussveranstaltung vorgestellt.
Ergänzend zum Beteiligungsprozess realisieren die Künstlerinnen Ann-Kathrin Müller und Judith Engel unter dem Titel „Eine Zierde unserer Stadt? Bismarck als Stein, Eiche, Haus, Büste, Platz“ eine sogenannte „Inventour“ zu verschiedenen Bismarck-Orten im Stadtraum. Vom 9. bis 12. Juli sowie vom 9. bis 11. Oktober setzen sie sich künstlerisch mit Spuren der Bismarck-Erinnerung in Stuttgart auseinander und laden Interessierte dazu ein, sie dabei zu begleiten.
Weitere Informationen und Anmeldung über das Beteiligungsportal der Landeshauptstadt Stuttgart unter
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Otto von Bismarck galt über Jahrzehnte hinweg als Reichsgründer und prägende politische Persönlichkeit des Deutschen Kaiserreichs. Diese Würdigung spiegelt sich bis heute an verschiedenen Orten im Stuttgarter Stadtbild wider, darunter der Bismarckplatz und das dortige Bismarckhaus, die Bismarckstraße, der Bismarckturm auf dem Gähkopf oder eine Bismarck-Eiche am Westbahnhof.
Heute wird Bismarcks Wirken deutlich differenzierter betrachtet. Neben seiner Rolle bei der Reichsgründung und sozialpolitischen Reformen stehen insbesondere seine autoritäre Staatsauffassung, die Einschränkung demokratischer Mitbestimmung sowie seine Bedeutung für koloniale Macht- und Herrschaftsstrukturen im Fokus kritischer Auseinandersetzungen.
Die Behördennummer 115 ist in der Regel zum Festnetztarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar. Viele Mobilfunkanbieter haben ihre Preise an die Festnetztarife angepasst. Die Mitarbeitenden erreichen Sie von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.

Fakten

  • Der Bismarckplatz ist ein zentraler Treffpunkt und Alltagsort im Stadtbezirk Stuttgart-West.
  • Die öffentliche Ehrung Otto von Bismarcks wird zunehmend kontrovers diskutiert.
  • In den vergangenen Jahren wurden aus der Stadtgesellschaft verschiedene Vorschläge für eine Umbenennung des Platzes eingebracht, insbesondere durch die Initiative „Ein Platz für Betty Rosenfeld“.
  • Andere Stimmen sprachen sich für eine stärkere historische Einordnung des Ortes aus.
  • Auf Grundlage eines Gemeinderatsantrags aus dem Jahr 2023 wurde die Koordinierungsstelle Erinnerungskultur beauftragt, eine öffentliche Diskussion über den zukünftigen Umgang mit dem Bismarckplatz anzustoßen.
  • Die Koordinierungsstelle Erinnerungskultur lud im Vorfeld zu einer öffentlichen Auftaktveranstaltung mit Beiträgen von Dr. Ulf Morgenstern von der Bismarck-Stiftung, der postkolonialen Stadtforscherin Dr. Noa K. Ha sowie den Künstlerinnen Judith Engel und Ann-Kathrin Müller ein.
  • Die Workshops bieten Raum für Perspektiven aus Stadtgesellschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur.
  • Die Veranstaltungen finden am 10. Juni und 22. Juli jeweils von 17.30 bis 20.30 Uhr sowie am 17. Oktober von 10.30 bis 13.30 Uhr statt.
  • Der Bismarckplatz ist ein zentraler Treffpunkt in Stuttgart-West, Deutschland.
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