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Geothermie-Anlage im Siemens-Sportpark – Folgen?

Anfrage Stadtrats-Mitglieder Veronika Mirlach, Matthias Stadler Dr. Michael Haberland (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄHLER) vom 20.1.2026
Geothermie-Anlage im Siemens-Sportpark – Folgen?
Antwort Dr. Christian Scharpf, Referent für Arbeit und Wirtschaft:
In Ihrer Anfrage vom 20.1.2026 führten Sie als Begründung aus:
„In einer Pressemitteilung vom 11.12.2025 haben die Stadtwerke München (SWM) bekannt gegeben, dass das Areal des Siemens-Sportparks in Kooperation mit dem Referat für Bildung und Sport (RBS) überplant wird. Ziel ist es, auf dem dortigen Gelände eine Geothermie-Anlage zu errichten, um die kommunale Wärmewende weiter voranzubringen.“
Die verspätete Beantwortung bitten wir zu entschuldigen.
Die in Ihrer Anfrage gestellten Fragen können nach Abstimmung mit dem Referat für Bildung und Sport, dem Referat für Klima- und Umweltschutz sowie der Stadtwerke München wie folgt beantwortet werden:
Frage 1:
Wo genau im Siemens-Sportpark soll die Geothermie-Anlage entstehen?
„Angedacht ist eine Anlage, die sich gut in das sensible Umfeld aus Park und Sportstätten einfügt, gleichzeitig aber auch die Sendlinger mit CO2-neutraler Wärme versorgt.
Antwort der SWM:
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns in einem sehr frühen Stadium der Konzeption befinden. Derzeit werden die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Errichtung der Geothermieanlage und der Sportstätte mit den beteiligten Referaten abgestimmt.“
Frage 2:
Welche bisher geplanten Nutzungen, Flächen und/oder Neubauten entfallen dadurch (z.B. Turnhalle mit Schwimmbecken) oder werden einge- schränkt?
„Im Rahmen der sportlichen Nutzung des Hermann-von-Siemens-Sportparks sind u.a. die Errichtung einer Dreifachsporthalle, eines Schulschwimmbades sowie von Freisportanlagen (u.a. ein Kunstrasenspielfeld sowie ein Rasenspielfeld mit einer 400m Rundlaufbahn) geplant. Durch die geplante Geothermieanlage wäre der Standort des Kunstrasenspielfeldes tangiert, das dann an dieser Stelle entfallen müsste. Um die fehlenden Nutzungszeiten für Schulen und Vereine weitgehend zu kompensieren, wird geprüft, ob an der Stelle des geplanten Hauptrasenspielfeldes alternativ ein Kunstrasenspielfeld errichtet werden kann.“
Antwort des RBS:
Frage 3:
Haben die neuen Pläne Auswirkungen auf das Landschaftsschutzgebiet?
„Die Auswirkungen einer Geothermieanlage im Landschaftsschutzgebiet „Sportpark der Firma Siemens südlich der Siemensallee und Waldstück südlich dieses Parkes“ gemäß § 2 Abs .1 Buchstabe r) der Gemeindeverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in der Landeshauptstadt München (Landschaftsschutzverordnung) auf Landschaftsbild, Naturhaushalt und Erholung hängen sehr stark von der Lage, Größe und baulichen Ausführung der vorgesehenen Anlage ab. Nachdem noch keine diesbezüglich ausreichend konkretisierten Unterlagen vorliegen, ist derzeit keine Abschätzung der Auswirkungen einer Geothermieanlage auf das Landschaftsschutzgebiet möglich.“
Antwort des RKU:
Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen hiermit zufriedenstellend beantworten konnte.

Fakten

  • Die Stadtwerke München (SWM) planen eine Geothermie-Anlage im Siemens-Sportpark.
  • Die Geothermie-Anlage soll das sensible Umfeld des Parks und die Sendlinger mit CO2-neutraler Wärme versorgen.
  • Der Standort des Kunstrasenspielfeldes müsste durch die geplante Geothermieanlage entfallen.
  • Es wird geprüft, ob an der Stelle des geplanten Hauptrasenspielfeldes alternativ ein Kunstrasenspielfeld errichtet werden kann.
  • Die Auswirkungen einer Geothermieanlage im Landschaftsschutzgebiet hängen sehr stark von der Lage, Größe und baulichen Ausführung der vorgesehenen Anlage ab.
  • Die Stadtverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen in der Landeshauptstadt München (Landschaftsschutzverordnung) schützt das Landschaftsschutzgebiet "Sportpark der Firma Siemens südlich der Siemensallee und Waldstück südlich dieses Parkes".
  • Die Geothermie-Anlage soll im Siemens-Sportpark in München errichtet werden.
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