Mehr Sicherheit für Wanderer: Landkreis weitet Netz an Notrufpunkten aus
Das Netz der gelben Rettungsschilder im Landkreis wird zunehmend dichter. „Nach dem erfolgreichen Start im rechtselbischen Nationalparkgebiet wurde im letzten Jahr begonnen, die Notrufpunkte auch auf der linken Elbseite zu installieren“, berichtet Landrat Michael Geisler. Insgesamt rund 660 Markierungen an Wanderwegen, Schutzhütten und Aussichtspunkten sichern bislang einen Großteil der Nationalparkregion Sächsische Schweiz ab. Davon wurden allein im vergangenen Jahr 230 Schilder linkselbisch angebracht.
Lebensrettende Minuten im Ernstfall
Die Funktionsweise des Systems ist denkbar einfach: Jedes der kleinen, gelben Kunststoffschilder ist mit einer individuellen, vierstelligen Nummer versehen. Im Falle eines Unfalls oder einer medizinischen Notlage übermitteln Hilfesuchende diese Zahl an die Rettungsleitstelle unter dem Notruf 112.
Durch die Kopplung der Nummern mit exakten Geo-Koordinaten wissen Bergwacht, Feuerwehr und Rettungsdienste sofort, wo sich der Unfallort befindet. Das zeitaufwändige Suchen im unwegsamen Gelände entfällt. In kritischen Situationen spart dieses System lebensrettende Minuten.
Wichtige Orientierungshilfe auch bei Waldbränden
Landrat Geisler nennt noch eine weitere bedeutsame Funktion der Schilder: „Die Notrufpunkte dienen nicht nur der medizinischen Rettung. Sie sind auch ein zentrales Werkzeug für den Brandschutz. Entdecken Wanderer Rauch oder ein Feuer im Wald, können sie den Brandherd über die Nummer des nächstgelegenen Schildes präzise melden. Die Feuerwehr sieht sofort, von wo aus die Beobachtung gemacht wurde, und kann den Einsatz zielgerichtet koordinieren.“
Starke Partnerschaft für den Tourismus
Die Erweiterung des Sicherheitsnetzes startete im Herbst vergangenen Jahres außerhalb des Nationalparks auf der linken Elbseite. Das Landratsamt wurde dabei von Beginn an durch die Nationalpark- und Forstverwaltung bei der Beschaffung der Schilder unterstützt.
Der Fokus lag zunächst auf stark frequentierten Wanderrouten wie dem Forststeig, dem Caspar-David-Friedrich-Weg sowie der Region rund um die beliebten Tafelberge. Die Montage der Schilder vor Ort übernahmen die ehrenamtlichen Ortswegewarte der jeweiligen Kommunen.
Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.landratsamt-pirna.de/bergwacht.html
So funktioniert das Notrufsystem:
Sie sind in eine Notsituation geraten und benötigen ärztliche Hilfe bzw. den Rettungsdienst und wissen nicht genau, wo Sie sind?
Sie haben eine vermeintliche Feuerstelle entdeckt, vernehmen Brandgeruch oder entdecken ein Feuer? Sie können nicht genau sagen, wo?
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Der Landkreis Pirna hat rund 660 Markierungen an Wanderwegen, Schutzhütten und Aussichtspunkten gesichert.
- Im letzten Jahr wurden allein 230 Schilder linkselbisch angebracht.
- Das Notrufsystem ist mit einer individuellen, vierstelligen Nummer versehen.
- Die Funktionsweise des Systems besteht darin, dass Hilfesuchende die Zahl an die Rettungsleitstelle unter dem Notruf 112 übermitteln.
- Durch die Kopplung der Nummern mit exakten Geo-Koordinaten wissen Bergwacht, Feuerwehr und Rettungsdienste sofort, wo sich der Unfallort befindet.
- Das System spart in kritischen Situationen lebensrettende Minuten.
- Die Notrufpunkte dienen nicht nur der medizinischen Rettung, sondern auch als ein zentrales Werkzeug für den Brandschutz.
- Der Landkreis Pirna hat das Sicherheitsnetz ausgebaut, um Wanderern mehr Sicherheit zu bieten.
- Die Erweiterung des Sicherheitsnetzes startete im Herbst vergangenen Jahres auf der linken Elbseite.
- Das Landratsamt wurde dabei von Beginn an durch die Nationalpark- und Forstverwaltung bei der Beschaffung der Schilder unterstützt.
- Der Fokus lag zunächst auf stark frequentierten Wanderrouten wie dem Forststeig, dem Caspar-David-Friedrich-Weg sowie der Region rund um die beliebten Tafelberge.
- Die Montage der Schilder vor Ort übernahmen die ehrenamtlichen Ortswegewarte der jeweiligen Kommunen.
- Die Notsituation kann in folgenden Situationen auftreten: Entdecken von Rauch oder einem Feuer im Wald, Vernehmen von Brandgeruch oder entdecken eines Feuers.