Graffiti und Aufkleber – die Handschrift der Respektlosen
Es fängt mit einem Kringel an der Hauswand an, mit einem Sticker am Stoppschild und endet mit einer Rechnung, die die ganze Stadt bezahlt. Jedes Jahr verschlingt das sinnlose Beschmieren und Bekleben von kommunalem Eigentum rund 40.000 Euro. Geld, das an anderer Stelle fehlt.
Aufgang zur Pöppelmannbrücke
© Stadt Grimma
Graffiti oder Schmierereien: Die einen nennen es Ausdruck, viele allerdings Vandalismus. Was bleibt, sind verschandelte Wände, zugeklebte Schilder und die Frage: Wem nützt das? Oberbürgermeister Tino Kießig hat darauf eine klare Antwort. „Schmierereien sind eine Schande, eine Missachtung der Werte unserer Gesellschaft und Sachbeschädigung. Diese Zerstörungswut ist beschämend.“ Der Oberbürgermeister kündigte eine striktere Verfolgung an.
Für Graffiti-Sprayer gibt es kein Pardon
Das Ordnungsamt arbeitet eng mit der Polizei zu sammeln. Die Vergehen sollen zur Anzeige gebracht werden. Denn Graffiti-Schmierereien sind keine Lappalie, sondern eine Straftat. Sachsens Polizei und Staatsanwaltschaft verfolgen solche Fälle konsequent. Besonders wirksam: Eine spezielle Datenbank der Polizei, in der Anzeigen, Hinweise und Muster gesammelt werden. Wird ein Täter auf frischer Tat ertappt, lassen sich oft auch ältere Fälle zuordnen. Selbst eingestellte Verfahren können so neu aufgerollt werden. Anzeigen können online unter
gestellt werden.
www.polizei.sachsen.de
Schmierereien melden
Auch private Eigentümer sind gefragt. Wer Schmierereien meldet, hilft mit, Täter zur Verantwortung zu ziehen. Und wer im öffentlichen Raum Aufkleber oder illegale Graffiti entdeckt, kann dies unkompliziert über den Mängelmelder der Stadt Grimma mitteilen (
). Tino Kießig ist überzeugt: „Für eine saubere Stadt ist es entscheidend, dass illegal angebrachte Graffiti und Schmierereien schnell entfernt werden.“ Denn jeder neue Schriftzug, jeder Sticker ist mehr als nur Farbe oder Papier. Es ist ein Zeichen von Respektlosigkeit. Ein stiller Angriff auf die Gemeinschaft.
www.grimma.de/maengelmelder
Anti-Graffiti-Aktionstag mit Kärcher
Am Sonnabend, 25. April von 9.00 bis 12.00 Uhr findet an der Hochwasserschutzanlage ein
statt, zu dem Oberbürgermeister Tino Kießig gemeinsam mit dem Unternehmen Kärcher einlädt. Neben einer Fachvorführung moderner und schonender Reinigungstechniken, etwa mit Trockeneis, sind auch Bürgerinnen und Bürger eingeladen, selbst aktiv zu werden und unter Anleitung Verschmutzungen zu entfernen.
Aktionstag zur Entfernung von Graffiti
Mittelfinger an die Gesellschaft
„Dabei steht Graffiti in der Gestaltung nicht im Widerspruch. Gute Ideen dürfen ausdrücklich gern an die Stadtverwaltung mitgeteilt werden. Ebenso ist man offen für Ideen, sinnvolle Freiräume zu schaffen und Künstlern eine Bühne zu bieten. Aber bitte nicht an historischen oder infrastrukturellen Einrichtungen unserer Stadt! Sich angesprochen Fühlende dürfen sich gern an mich wenden“, so Tino Kießig.
Was wie eine harmlose Spielerei daherkommt, zeigt der gesamten Gesellschaft den Mittelfinger. Grimma will ihn nicht hinnehmen. Und braucht dafür die Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger.
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- In Sachsen werden jährlich rund 40.000 Euro für das sinnlose Beschmieren und Bekleben von kommunalem Eigentum ausgegeben.
- Graffiti oder Schmierereien werden in Grimma als eine Schande, eine Missachtung der Werte unserer Gesellschaft und Sachbeschädigung angesehen.
- Der Oberbürgermeister Tino Kießig kündigte eine striktere Verfolgung von Graffiti-Sprayer an und fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, sich gegen solche Vandalismus zu wehren.
- Die Sachsens Polizei und Staatsanwaltschaft verfolgen solche Fälle konsequent und nutzen eine spezielle Datenbank, um Täter zu identifizieren.
- Private Eigentümer können auch Meldungen von Schmierereien einbringen und helfen so mit, die Täter zur Verantwortung zu ziehen.
- Die Stadt Grimma hat einen Mängelmelder, über den Bürgerinnen und Bürger informiert werden können, um illegale Graffiti oder Aufkleber im öffentlichen Raum zu melden.
- Der Anti-Graffiti-Aktionstag findet jährlich am Sonnabend von 9.00 bis 12.00 Uhr statt und bietet die Möglichkeit, sich selbst aktiv zu machen und Verschmutzungen zu entfernen.
- Die Stadt Grimma ist offen für gute Ideen und möchte sinnvolle Freiräume schaffen, um Künstlern eine Bühne zu bieten.
- Der Aktionstag findet an der Hochwasserschutzanlage statt und wird von Oberbürgermeister Tino Kießig gemeinsam mit dem Unternehmen Kärcher durchgeführt.
- Die Stadt Grimma liegt in Sachsen, Deutschland.
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