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„Jobverlust durch KI ist Teil einer glorreichen Zukunft”

Die Ansichten von Perplexity-CEO Aravind Srinivas zu künftigen KI-geprägten Jobaussichten dürften etliche Betroffene perplex machen. Kathy Hutchins – shutterstock.com



Mit den Auswirkungen von künstlicher Intelligenz (KI) auf die Arbeitswelt beschäftigt sich nicht nur Otto Normalverbraucher. Seit dem Siegeszug von Generative AI lassen auch die Chefs der KI-Konzerne kaum eine Gelegenheit aus, Lösungsvorschläge angesichts potenziell negativer Effekte für Mitarbeiter zu unterbreiten – und nebenbei die Errungenschaften der Technologie zu rühmen.



So schlug etwa OpenAI-CEO Sam Altman unlängst in einem 13-seitigen Bericht eine Reihe von Maßnahmen vor, um die Beschäftige stärker an den Gewinnen aus KI zu beteiligen. Dazu zählen:




die Einführung einer Robotersteuer,



Anreize für Unternehmen, Mitarbeitende zu halten, weiterzubilden und in sie zu investieren,



eine Vier-Tage-Woche ohne Gehaltskürzung sowie



die Einrichtung eines staatlichen KI-Fonds.




Aravind Srinivas, Mitbegründer und CEO von Perplexity AI, setzt indes auf einen anderen Ansatz. „Den meisten Menschen macht ihr Job ohnehin keinen Spaß“, erklärte der Manager vor kurzem im „All-In“-Podcast. KI eröffne nun eine neue Chance: Wer sich mit den Tools auseinandersetze, könne eigene Projekte starten oder sogar ein kleines Unternehmen aufbauen. Selbst wenn es kurzfristig zu Jobverlusten komme, überwiege aus seiner Sicht die langfristige Perspektive.









Arbeitsmarkt im Wandel – die Perspektive des Perplexity-CEO



Seine Aussagen ordnet Srinivas in einen grundlegenden Wandel der Arbeitswelt ein. Statt ausschließlich auf Risiken zu schauen, gehe es zunehmend um neue Formen von Unabhängigkeit. KI könne Routineaufgaben übernehmen und gleichzeitig Einzelpersonen befähigen, eigene Einkommensquellen zu erschließen – etwa durch Freelancing, digitale Geschäftsmodelle oder Aufgaben, für die früher ganze Teams nötig waren.



Insbesondere in den USA zeigt der Arbeitsmarkt bereits Anzeichen für Veränderungen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz – wenn auch primär in negativer Hinsicht. Laut Nikkei Asia wurden im ersten Quartal 2025 allein in der Tech-Branche bereits knapp 80.000 Beschäftigte entlassen – davon mehr als 76 Prozent in den USA. Knapp die Hälfte (48 Prozent) davon sind dem Bericht zufolge auf den geringeren Bedarf an menschlichen Arbeitskräften infolge von KI und Workflow-Automatisierung zurückzuführen.



Das von Srinivas beschriebene Mini-Business-Konzept mag für manche Einzelpersonen funktionieren, da KI-Tools immer leistungsfähiger werden. Dennoch ist es nicht immer einfach, festes Einkommen durch ein eigenes Projekt oder Business zu ersetzen. Die andere Frage ist, ob sich das Konzept für eine so große Zahl der Entlassenen eignet – zumal Unternehmen weiterhin stark in KI investieren.




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