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Dresden historisch: Als der Albertplatz ein „neues Gesicht“ bekam
Der Albertplatz ist das Tor zur Dresdner Innenstadt. Man kann sagen, er ist es seit seiner Geburt. Der Platz galt einst als einer der schönsten Rundp…
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Fakten
- Der Albertplatz ist das Tor zur Dresdner Innenstadt.
- Der Platz galt einst als einer der schönsten Rundplätze Deutschlands.
- Vor 40 Jahren, am 16. April 1986, legte der damalige SED-Bezirkschef Hans Modrow den Grundstein für den Wiederaufbau des damaligen Platzes der Einheit, heute Albertplatz, und für den nördlichen Teil der Hauptstraße.
- Der Albertplatz ist seit seiner Geburt das Tor zur Dresdner Innenstadt.
- Die Sächsische Zeitung titelte 1986: 'Ein neues Kapitel im Dresdner Wohnungsbau hat nun begonnen'.
- An jener Stelle sollten die ersten der sechsgeschossigen Wohnblocks entstehen, dazu eine Tagesbar mit dem Namen 'Löwe', der an das Dresdner Stadtwappen erinnern sollte.
- Die Bierbar, ein Klinker- und Holzrustikal gestaltetes Restaurant namens 'Piccolo' sollten das gastronomische Angebot verbessern.
- In den Erdgeschosszonen sollten eine Modeboutique, eine Drogerie und das Bücherstübel 'Gutenberg' Platz finden.
- An der Nordseite des Albertplatzes waren neben Wohnungen Geschäfte mit Kunstgewerbe, Geschenkartikeln, Damen- und Herrenmoden im Erdgeschoss vorgesehen.
- Ein Eckcafé sollte an den Dresdner Schriftsteller Erich Kästner erinnern.
- Der verantwortliche Komplexarchitekt Klausjürgen Schöler sagte: 'Wer so baut wie wir, der will, dass es ewig erhalten bleibt'.
- Sandstein werde an bestimmten Fassadenteilen als 'besonderes Gestaltungselement' verwendet.
- Betonwerksteine würden die Außenwandelemente plastisch gliedern.
- Für die Einrichtungen im Erdgeschoss sei eine großzügige Glasverkleidung mit einer Stahl-Alu-Konstruktion vorgesehen.
- Der südliche Teil der Hauptstraße wurde vor dem 30. Jahrestag der DDR im Oktober 1979 den Dresdnern übergeben und als gelungene Synthese von Alt und Neu gefeiert worden.
- Ein Ensemble von sanierten barocken Bürgerhäusern und Plattenbauten befand sich an diesem Ort.
- Die Verantwortlichen unter anderem am Neustädter Markt auf den Wiederaufbau des Neustädter Rathauses verzichteten.
- Das wohl auffälligste Bauwerk auf dem Nordteil der Straße war vor dem Krieg die 1855 errichtete katholische Pfarrkirche Sankt Franziskus Xaverius mit ihren zwei Türmen.
- Die Pfarrkirche brannte und wurde 1957 abgetragen.
- Hinter dem jetzigen Albertplatz befand sich einst das Schwarze Tor der Dresdner Stadtbefestigung.
- August der Starke hatte die Straße anlegen lassen, als er auf dem Gebiet des 1685 bei einem Feuer zerstörten Altendresden seine neue Königsstadt erbauen ließ.
- Durch das Tor fuhr 1807 Kaiser Napoleon von Tilsit kommend in Gesellschaft von König Friedrich August I. im Wagen durch die Straße und über die Augustusbrücke zum Schloss.
- Sechs Jahre später kamen 1813 während der Befreiungskriege König Friedrich Wilhelm von Preußen und der russische Zar Alexander denselben Weg geritten.
- Nach den Kriegen gegen Napoleon wurden 1812 die Dresdner Festungsanlagen geschliffen, und nach Entwürfen von Gottlob Friedrich Thormeyer wurde 1817 der jetzige Platz angelegt.
- Der Platz wurde ab 1829 Bautzner Platz genannt.
- Am 30. Juli 1945 wurde aus ihm der 'Platz der Roten Armee' und schon im April 1946 – anlässlich der Vereinigung von KPD und SPD zur SED – der 'Platz der Einheit'.
- 1991 erhielt er den Namen 'Albertplatz' zurück.
- Das nach Plänen von Hermann Paulick 1929 in nur sieben Monaten errichtete, elfgeschossige und 40 Meter hohe Haus an der Nordseite ist eines der ersten Hochhäuser Deutschlands.
- Während der DDR-Zeit hatten dort die Verkehrsbetriebe ihren Sitz.
- An dem Platz stand bis 1950 auch das Albert-Theater, ein von 1871 bis 1873 errichteter Neorenaissance-Bau für 1500 Zuschauer.
- Das Theater brannte und wurde 1950 abgerissen.
- Die Brunnen 'Stille Wasser' und 'Stürmische Wogen' in der Platzmitte wurden von 1883 bis 1894 von Robert Diez errichtet.
- Am 7. Oktober 1989, als die DDR das letzte Mal ihren Nationalfeiertag feierte, wurde als Nordabschluss des damaligen Platzes der Einheit schließlich der letzte Dresdner Neubau der DDR eingeweiht.
- Der Komplexarchitekt Klausjürgen Schöler sagte: 'Der Platz der Einheit hat wieder ein Gesicht bekommen'.
- Das innerstädtische Bauen in Nachbarschaft zu Werken des Dresdner Barock und der Gründerzeit habe Prämissen gesetzt.
- Deshalb sei das Sortiment der Wohnungsbauserie WBS70 modifiziert worden.
- So sei die Neubelebung historischer Grundprinzipien deutlich zu erkennen, unter anderem an betont abgeschrägten Ecken, hervorgehobenen Erdgeschosszonen und der Gestaltung des oberen Gebäudeabschlusses durch Natursteinverkleidung.
- Dem Wohnungsbaukombinat sei mit dessen Partnern auf Grundlage des Plattenbaus eine neue Qualität gelungen.