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Insolvenz bei OKA-Büromöbel aus Ebersbach: Möbelhersteller in der Krise
Der große sächsische Möbelhersteller OKA Büromöbel GmbH & Co. KG in Neugersdorf im Landkreis Görlitz hat Insolvenz beantragt. Das geht aus de…
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Fakten
- Der große sächsische Möbelhersteller OKA Büromöbel GmbH & Co. KG in Neugersdorf hat Insolvenz beantragt.
- Das Unternehmen hat mehr als 200 Beschäftigte und ist einer der größten Arbeitgeber im Raum Löbau/Zittau.
- Der gerichtlich eingesetzte Verwalter, Nicolas Rebel von der Wirtschaftsgroßkanzlei White & Case, teilte mit, der Geschäftsbetrieb werde vorerst unbeschränkt fortgeführt.
- Die Löhne der Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.
- Noch offene Aufträge würden neu terminiert und ausgeliefert.
- Die finanziellen Schwierigkeiten des Büromöbelherstellers waren bereits vor einigen Tagen publik geworden.
- Die Geschäftsführung hatte die Belegschaft bereits seit einigen Tagen von der Arbeit freigestellt.
- Aus dem Unternehmensumfeld gab es Hinweise auf ausbleibende Lohnzahlungen.
- Ein zur Firmengruppe gehörendes Geschäft in Dresden wurde kürzlich geräumt.
- Die IG Metall Ostsachsen bestätigte, dass sich Beschäftigte an die Gewerkschaft gewandt haben.
- In den nächsten Monaten werde OKA auf zwei erfahrene Sanierungsberater der Kanzlei DMP Solutions zurückgreifen.
- Gemeinsam mit dem Geschäftsführer Sebastian Kasper werde man die komplexe Finanzierungsstruktur der Firmengruppe durchleuchten.
- Das Ziel sei es, OKA zukünftig zu sanieren.
- Die wirtschaftliche Schieflage resultiert vor allem aus Verzögerungen bei der Inbetriebnahme einer weiteren Fertigungsstätte.
- Die ursprünglich geplanten Synergieeffekte hätten deshalb bislang nicht umgesetzt werden können.
- Das Vorhaben habe die Liquidität bei OKA überfordert.
- Geschäftsführer Sebastian Kasper, der die OKA in sechster Familiengeneration führt, hatte 2023 begonnen, einen neuen Standort in Wykroty (Kreis Boleslawiec/Bunzlau) zu errichten.
- Der neue Standort umfasst rund 125.000 Quadratmeter und ist etwa 30 Kilometer östlich von Görlitz an der Autobahn nach Breslau gelegen.
- Das Unternehmen blickt auf eine lange Tradition zurück, die bis ins Jahr 1858 reicht.
- Die Ursprünge des Unternehmens reichen bis zur Gründung einer Tischlerei durch August Kasper.
- Später entwickelte sich daraus ein Hersteller von Büromöbeln mit Serienproduktion.
- Nach der Wiedervereinigung kaufte die Familie das Stammwerk von der Treuhand zurück und machte Neugersdorf wieder zum Mittelpunkt des Unternehmens.