Botschafter Ron Prosor enttäuscht von Deutschlands Kritik an Israel
Ron Prosor ist ein streitbarer Botschafter. Auch in diesem Interview fallen seine Reaktionen scharf aus. Vor allem gegen Bundespräsident Frank-Walter…
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Fakten
- Der Botschafter Ron Prosor ist ein streitbarer Botschafter.
- Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den US-israelischen Krieg als Völkerrechtsbruch bezeichnet.
- Die deutsche-israelische Beziehung sind so schlecht wie seit Jahren nicht mehr.
- Israel verteidigt sich gegen Hamas im Süden, Hisbollah im Norden und Iran im Osten.
- Europa scheint die Bedrohungslage nicht zu sehen, in der wir sind.
- Israels Recht auf Selbstverteidigung existiert auf dem Papier - aber alles, was wir konkret tun, wird kritisiert.
- Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Völkerrecht anders aus als Israel.
- Der Iran betont seit Jahrzehnten, Israel vernichten zu wollen.
- Das Nuklearprogramm ist ein Baustein für den Iran.
- Ballistische Raketen und die Finanzierung von Terror sind zwei weitere Bedrohungen.
- Europa suchte stets Vorwände, gegen Iran nicht zu handeln.
- Die Mullahs zeigen immer wieder, dass sie die Absicht haben, Terror in die Welt zu bringen.
- Es kann und darf nur noch darum gehen, ihnen die Fähigkeit dazu zu nehmen.
- Die Sicherheit Israels gilt als deutsche Staatsräson.
- Hat Steinmeier diese Staatsräson verletzt, als er Israel Völkerrechtsbruch vorwarf?
- Staatsräson bedeutet nicht zwingend militärische Hilfe.
- Wir brauchen Deutschland vor allem auf internationaler Bühne.
- In Gremien wie den Vereinten Nationen wird ständig versucht, Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren.
- Israel war sehr verstimmt, als der Bundeskanzler keine Waffenlieferungen für den Gaza-Krieg mehr erlauben wollte.
- Die Kritik von Freunden, die zu uns stehen, nehmen wir ernst - auch wenn wir nicht immer einverstanden sind.
- Ein solcher Freund ist ohne jeden Zweifel Bundeskanzler Friedrich Merz.
- Wir haben nach dem 7. Oktober aus Deutschland sehr viel Solidarität erfahren.
- Heute wird Israel Völkerrechtsbruch vorgeworfen und Benjamin Netanjahu, Premier eines demokratischen Staates, der sich gegen einen Genozid verteidigt, ist unerwünscht.
- Syriens Machthaber Al-Scharaa wird in Berlin empfangen - trotz seiner Vorgeschichte als Dschihadist und obwohl seine Truppen vor gerade einem Monat die Kurden in Nordsyrien abgeschlachtet haben.
- Im Wahlkampf hatte Merz angekündigt, trotz des Haftbefehls vom Internationalen Strafgerichtshof einen Weg zu finden, Netanjahu zu empfangen.
- Wer sich da im Ton vergriffen hat? Botschafter twittern viel, ich selbst rede auch offen.
- Aber in diesem Fall hatte Herr Seibert den ständigen Beschuss israelischer Zivilisten im Norden und Süden des Landes durch den Iran und die Hisbollah mit Unruhen in den Siedlungen gleichgesetzt.
- Im Übrigen weiß Herr Seibert, dass Israels Regierung entschlossen für die Sicherheit aller Menschen sorgt.
- Gerade erst wurde ein ganzes Bataillon wegen Fehlverhaltens versetzt.
- Wir sind ein Rechtsstaat.
- In Europa sorgt man sich um Israels Rechtsstaatlichkeit, nachdem Ihr Parlament die Einführung der Todesstrafe für palästinensische Terroristen beschlossen hat.
- Das Thema ist auch in Israel heftig umstritten.
- Ähnlich wie in anderen westlichen Demokratien wie den USA sieht das Gesetz ein striktes rechtsstaatliches Verfahren vor und jedes Urteil kann vor dem Obersten Gerichtshof angefochten werden.
- Der Vorstoß entstand auch nicht aus dem Nichts, sondern als Reaktion auf den Genozid der Hamas vom 7. Oktober 2023.
- Auf dieses Trauma reagiert dieses Gesetz.
- Kein anderes Land hat das Problem, dass lebenslange Haftstrafen kaum durchsetzbar sind, weil Terroristen immer wieder freigepresst werden.
- Haftstrafen provozierten neue Geiselnahmen.