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Jugendwerkhof Kottmarsdorf: Einblick in DDR-Heimerziehung für Mädchen

Rotkohlernte in den 1980er-Jahren in der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) Löbau-Nord. Im „Gemüsekombinat“ Kleinradmeritz mussten …

Fakten

  • Der Jugendwerkhof Kottmarsdorf war ein Heim für Mädchen aus der DDR, das von 1950 bis 1992 existierte.
  • Die Mädchen wurden durch die Räte der Kreise, Abteilung Jugendhilfe/Heimerziehung, eingewiesen.
  • Die Gründe für die Einweisung waren meist Familienverhältnisse, wie Eltern, die mit der Erziehung überfordert waren.
  • In den Jugendwerkhöfen gab es eine strenge Disziplinierung, einschließlich Isolation im Bunker als Strafe.
  • Die Mädchen erhielten ein Taschengeld und wurden in verschiedene Berufe ausgebildet, wie Feldbauhelfer oder Hauswirtschaftsgehilfinnen.
  • Der Jugendwerkhof Kottmarsdorf war auch Arbeitsstätte für viele Kottmarsdorfer Erzieher und pädagogische Mitarbeiter.
  • Die Ermittlungen gegen die DDR-Heimleiterin und einige Erzieherinnen führten nicht zu einer Anklage.
  • Das Gebäude wurde 1992 geschlossen und ist seitdem leerstandig.
  • Seit 2001 befindet sich das denkmalgeschützte Gebäude in Privatbesitz und wurde vor allem innen saniert.