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Opposition in Ungarn liegt vorn – aber reicht das, um Orbán zu schlagen?

Der Vorsprung ist deutlich. Im Durchschnitt der jüngsten Umfragen liegt Péter Magyar mit seiner konservativen Tisza-Partei um rund vierzehn Prozentpu…

Fakten

  • Die Opposition in Ungarn liegt vorne bei den jüngsten Umfragen.
  • Péter Magyar mit seiner konservativen Tisza-Partei hat einen Vorsprung von rund vierzehn Prozentpunkten vor Viktor Orbáns Parteienbündnis.
  • Die Regierungsnahe Institute zeigen zwar immer noch die Fidesz in Führung, aber laut unabhängigen Umfragen hält die Tisza ihren Vorsprung seit Ende 2024.
  • Ungarns Langzeitherrscher Orbán hat den ungarischen Staat zu einer „illiberalen Demokratie“ umgebaut.
  • Das Wahlsystem in Ungarn ist nach mehreren Reformen auf die Fidesz zugeschnitten.
  • Die Oppositionsparteien haben traditionell in der Slowakei, Rumänien, Serbien und der Ukraine bedeutende ungarische Minderheiten.
  • Im Jahr 2010 haben diese Minderheiten von der Fidesz-Regierung die doppelte Staatsbürgerschaft erhalten.
  • Die Auslandsungarn haben bei der Parlamentswahl 2022 94 Prozent ihrer Stimmen auf Orbans Partei abgegeben.
  • Peter Kramer, Direktor der ungarischen Wahlbeobachtungsorganisation 20K, rechnet mit etwa 200.000 bis knapp 300.000 Stimmen von den Auslandsungarn.
  • Diese Zahl entspricht einer Berechnung des ungarischen Investigativportals „Átlátszó“ für die Wahl von 2022.
  • Die Fidesz hat einen Mechanismus eingeführt, der noch über das „Winner-takes-all“-Prinzip in Mehrheitswahlsystemen wie in den USA hinaus geht: die sogenannte „Gewinnerkompensation“. Dabei bekommt eine Partei, die einen Wahlkreis gewonnen hat, zu ihren Listenstimmen noch jenen Abstand hinzugeschlagen, mit dem sie in dem Wahlkreis vorn lag.
  • Die Fidesz hat bei der Parlamentswahl 2022 fast alle Direktmandate gewonnen.
  • Die Oppositionsparteien haben traditionell in Ungarns Hochburgen wie Budapest und Baranya ihre Stärke gefunden.
  • Die Fidesz hat jedoch die Zahl der Wahlkreise herabgesetzt, um ihre Chancen zu erhöhen.
  • Die Partei hat einen Großteil ihrer Wählerbasis verloren und muss sich nun auf neue Wählergruppen konzentrieren.
  • Fidesz hat viele „Minen“ im System platziert, mit denen es eine zukünftige Regierung blockieren kann.
  • Ein knapper Sieg der Opposition ist das wahrscheinlichste Szenario bei der Parlamentswahl am 12. April.
  • Die Opposition benötigt einen Vorsprung von mindestens sechs Prozent, um den Fidesz zu besiegen.
  • Die noch unentschlossenen Wähler sind ein entscheidender Faktor bei der Wahl.
  • Nach Schätzungen ist das etwa ein Viertel der Wählerschaft.
  • Die Location ist Ungarn
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