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Görlitz: Von zwei sanierten Häusern im Gründerzeitviertel sind Teile abgestürzt

Wie sich die Fälle ähneln: In der Konsulstraße 9 ist kürzlich ein Stuckelement von der Traufe abgestürzt, in der Blumenstraße 57 waren es mehrere Dac…

Fakten

  • Die Stadt Görlitz hat insgesamt 74 Sicherungsaufforderungen an Eigentümer von schadhaften Gebäuden im Jahr 2025 gesendet.
  • Bis 2026 waren es bisher sechs Sicherungsaufforderungen.
  • Eigentümer von Häusern sind grundsätzlich zu deren Instandhaltung nach Sächsischer Bauordnung verpflichtet.
  • Die Stadt Görlitz kann keine konkreten Zahlen für Abstürze an sanierten Häusern liefern, da die Aktenprüfung dazu nicht möglich ist.
  • Das Gebäude in der Konsulstraße 9 war bereits im Jahr 2016 ein Schadensfall, aber die Altaktenprüfung war kurzfristig nicht möglich.
  • Die Stadt Görlitz begeht kontinuierlich die Görlitzer Stadtteile, insbesondere die inneren, aber es gibt keine äußeren Anzeichen für einen baulichen Schaden.
  • Der Hausverwalter Frank Tews hat zügig reagiert und bereits am Tag nach dem Absturz einen Dachdecker beauftragt, sich die Stelle anzuschauen.
  • Die Unglücksursache war eine verstopfte Dachrinne, die zu einer Durchfeuchtung geführt hat, die Feuchtigkeit ist nach unten gezogen und hat den Stuck durchweicht.
  • Das Gebäude in der Konsulstraße 9 wurde im Jahr 2023 für die letzte Dachwartung saniert, aber die Straßenseite war irgendwie untergegangen oder übersehen worden.
  • Die Schuldfrage ist also geklärt: In der Dachrinne waren sehr viel Taubenkot und ein Taubenkadaver, was das Wasser nicht abfließen ließ.
  • Die Reparaturen sollen nächste Woche abgeschlossen werden, aber das Loch am Stuck wird nicht repariert.
  • Mittelfristig soll das gesamte Dach erneuert werden, und eventuell könnte das schon 2027 passieren.
  • Und irgendwann soll auch die Fassade instandgesetzt werden.