Krötenwanderung in der Dresdner Heide: Gefahren und Schutzmaßnahmen
„Das ist ein Männchen, das erkennt man unter anderem an den schwarzen Zehen“, sagt Kristin Pietzsch und hebt die kleine Kröte aus dem Eimer. Quak. „D…
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Die Krötenwanderung ist im vollen Gange und erwacht aus der Winterstarre.
- Dutzende paarungsbereite Erdkröten machen sich auf den Weg zum Laichgewässer.
- Amphibienzäune werden gegen Mitte Februar bereits aufgestellt, um das Überleben zu sichern.
- Die Straße trennt die renaturierte Mülldeponie vom Silbersee und ist etwa 1100 Meter lang.
- Die Kröten laufen an den Zäunen entlang, bis sie im Eimer landen.
- Zweimal die Woche kontrolliert Kristin Pietzsch jeden der in den Boden eingegrabenen Eimer.
- Die Erdkröten legen durchschnittlich 10.000 Eier in das Gewässer ab.
- Durch Fressfeinde und Klimabedingungen überleben nur wenige Jungkröten die ersten zwölf Monate.
- Die Populationszahlen für den Silbersee sind nach unten getrendet, insbesondere zwischen den Jahren 2017 und 2018.
- Die größten Gefahren für Kröten sind Hitze und Trockenheit.
- Jungtiere können sich bei ausbleibendem Regen und zu hohen Temperaturen nicht entwickeln und Alttiere verhungern.
- Für die Eiablage fehlt es generell an Gewässern, die in einem guten Zustand sind.
- Die Umwelt-Expertin Kristin Pietzsch hat sich seit 2014 im ehrenamtlichen Naturschutzdienst Dresden engagiert.
- Die nachtaktiven Nützlinge bilden zusammen mit Fröschen ein wichtiges Glied in der Nahrungskette.
- Fische, Vögel und kleine Säugetiere sind auf das Nahrungsangebot von Larven, kleinen und großen Amphibien angewiesen.
- Schädlinge wie Schnecken, Mückenlarven oder Würmer sind auf die Erdkröten auf der Speisekarte.
- Die Amphibienzäune werden erst Mitte Mai abgebaut, nach der Wanderperiode der Kröten.
- Kristin Pietzsch hat alle dort engagierten Ehrenamtlichen eingewiesen und fortgebildet, sodass sie selbst die Tiere bestimmen und zählen können.
- Die Amphibienzäune werden auf beiden Straßenseiten stehen, um den Rückreiseverkehr nicht unter die Räder zu kommen.
- In ganz Dresden sind an zehn Standorten etwa 4,5 Kilometer Zaun verbaut.
- Die Dresdner Heide ist eine wichtige Lebensraum für die Erdkröten und andere Amphibienarten.
- Die Krötenwanderung ist ein wichtiger Teil des Ökosystems der Dresdner Heide.
- Die Umwelt-Expertin Kristin Pietzsch arbeitet eng mit den Ehrenamtlichen zusammen, um die Kröten zu schützen und ihre Lebensräume zu erhalten.