Drohender Ölmangel in der EU: Staaten bereiten sich auf Engpässe in Versorgung vor
Immer mehr Länder richten sich auf Versorgungsengpässe beim Öl ein. In mehreren asiatischen Staaten und in Australien haben die Regierungen bereits S…
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Fakten
- Die EU-Kommission rät den Mitgliedstaaten, freiwillige Maßnahmen zur Einsparung von Nachfrage zu bringen.
- Die Regierungen in mehreren asiatischen Staaten und in Australien haben bereits Schritte zur Vorsorge angeordnet.
- Die EU-Länder müssen sich auf potenziell langwierige Unterbrechungen vorbereiten.
- Die Internationalen Energieagentur schätzt, dass Regierungen auf einen Zehn-Punkte-Plan zurückgreifen können.
- Ein möglicher Plan könnte Tempolimits, autofreie Sonntage, Aufrufen zu mehr Homeoffice sowie eine Rationierung von Benzin und Kerosin umfassen.
- Die Staaten in Asien beginnen, Treibstoff für unverzichtbare Zwecke zu reservieren.
- In Europa gab es Vergleichbares zuletzt während der Ölkrise in den 1970er-Jahren.
- Die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat gewarnt, dass Sprit im April oder Mai knapp werden könnte.
- Die EU-Kommission warnt vor Engpässen vor allem bei Diesel und Kerosin.
- Deutschland bezieht sein Rohöl aus insgesamt 30 Ländern.
- Die größten Anteile kommen aus Norwegen, den USA, Libyen, Kasachstan und Großbritannien.
- Mit dem Ausfall vieler Lieferungen aus dem Nahen Osten wächst die Konkurrenz um die verbliebenen Mengen.
- Europa hat für Diesel und Kerosin weniger eigene Raffineriekapazitäten und muss daher mehr auf dem Weltmarkt einkaufen.
- Die Straße von Hormus ist eine wichtige Route für die Lieferung von Gasöl, dem Ausgangsprodukt für Diesel.
- Die Lücke in der Lieferkette könnte nicht einfach gefüllt werden.
- Ein Teil der Lücke kann durch Pipelinetransporte über die arabische Halbinsel ausgleichen.
- Die Kommerzbank schätzt, dass die Lücke auf gut zehn Millionen Barrel reicht.
- Wenn die Lieferunterbrechung anhält, wechselt der Markt von der Suche nach Alternativen zur Rationierung.
- Rationierung bedeutet, dass die Nachfrage fallen muss.
- Die Preise für Öl könnten historisch hohe Werte erreichen, wenn die Blockade der Straße von Hormus anhält oder die Route durch das Rote Meer ebenfalls unterbrochen wird.
- Die EU-Mitgliedstaaten haben seit dem Beginn des Krieges bereits 13 Milliarden Euro mehr für den Import fossiler Brennstoffe aufbringen müssen.
- Die Kommission in Brüssel sieht sich jedoch auf Engpässe vorbereitet, weil die Mitglieder verpflichtet sind, Ölvorräte zu halten und Notfallpläne zu erarbeiten.
- Die Versorgungssicherheit der EU bleibt gewährleistet
- Die EU muss jedoch auf eine möglicherweise länger andauernde Störung des internationalen Energiehandels vorbereitet sein.