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Drohender Ölmangel in der EU: Staaten bereiten sich auf Engpässe in Versorgung vor

Immer mehr Länder richten sich auf Versorgungsengpässe beim Öl ein. In mehreren asiatischen Staaten und in Australien haben die Regierungen bereits S…

Fakten

  • Die EU-Kommission rät den Mitgliedstaaten, freiwillige Maßnahmen zur Einsparung von Nachfrage einzuleiten.
  • Die Regierungen in mehreren asiatischen Staaten und Australien haben bereits Schritte zur Vorsorge angeordnet.
  • Die EU-Länder müssen sich auf potenziell langwierige Unterbrechungen vorbereiten.
  • Regierungen können auf einen Zehn-Punkte-Plan zurückgreifen, etwa mit Tempolimits, autofreien Sonntagen, Aufrufen zu mehr Homeoffice sowie einer Rationierung von Benzin und Kerosin.
  • Die Straße von Hormus ist faktisch gesperrt, was täglich rund 20 Millionen Barrel Rohöl und Ölprodukte auf dem Weltmarkt fehlt.
  • Kurzfristig lässt sich nur ein Teil davon ausgleichen – zum Beispiel durch Pipelinetransporte über die arabische Halbinsel, die Lockerung der Sanktionen gegen den Iran und Russland oder einzelne Schiffe, die die Meerenge passieren dürfen.
  • Die Lücke auf dem Weltmarkt wird auf gut zehn Millionen Barrel geschätzt.
  • Wenn die Lieferunterbrechung anhält, wechselt der Markt von der Suche nach Alternativen zur Rationierung.
  • Rationierung bedeutet, dass die Nachfrage fallen muss.
  • Historisch sei das erst bei erheblich höheren Preisen geschehen – typischerweise in einem Bereich von 130 bis 150 Dollar pro Barrel.
  • Die Mitgliedstaaten der EU haben seit dem Beginn des Krieges bereits 13 Milliarden Euro mehr für den Import fossiler Brennstoffe aufbringen müssen.
  • Die Versorgungssicherheit der EU bleibt gewährleistet, aber die Mitglieder müssen sich auf eine möglicherweise länger andauernde Störung des internationalen Energiehandels vorbereiten.
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