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Arbeitskräftemangel in Sachsen: Hier reißen Babyboomer Lücken in den Arbeitsmarkt

Der sächsische Arbeitsmarkt sieht alt aus. Jeder achte Beschäftigte ist 60 Jahre plus. Das zeigen Zahlen der Arbeitsagentur in Sachsen. Rund 200.000 …

Fakten

  • Der sächsische Arbeitsmarkt sieht alt aus. Jeder achte Beschäftigte ist 60 Jahre plus.
  • Rund 200.000 Menschen werden in den kommenden fünf bis sieben Jahren in den Ruhestand gehen und damit große Lücken im Arbeitsmarkt reißen.
  • In Sachsen gibt es derzeit 1,64 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, von denen zwölf Prozent zur Generation der Babyboomer gehören.
  • Die Zahl der Leute, die ins Rentenalter kommen, wächst in den nächsten Jahren, während gleichzeitig deutlich weniger junge Menschen nachkommen.
  • Jährlich fehlen zwischen 10.000 und 20.000 Menschen zusätzlich auf dem Arbeitsmarkt.
  • Laut einer Zukunfts-Prognose der Arbeitsagentur geht die Zahl der arbeitsfähigen Bevölkerung bis 2034 um über 120.000 Personen zurück.
  • Die größte Lücke wird im Bereich der Reinigungskräfte zu spüren sein, wobei fast 20 Prozent der Beschäftigten älter als 60 Jahre sind.
  • Die Landkreise Görlitz, Zwickau, Vogtland und das Erzgebirge werden besonders betroffen sein.
  • Einige Berufe sind stärker betroffen als andere, wie zum Beispiel Gebäudeschutz, Ladendetektive oder Mitarbeiter des Ordnungsamtes.
  • Die Regionen in Sachsen haben große Altersunterschiede zwischen Stadt und Land.
  • In den Landkreisen gibt es besonders viele Beschäftigte, die 60 plus sind, während Städte deutlich weniger betroffen sind.
  • Das sächsische Wirtschaftsministerium fürchtet gesteigerte Lohnkosten für Personal, Engpässe in wichtigen Branchen und die schwindende Wettbewerbsfähigkeit von Sachsen.
  • Die Gewerkschaft Verdi prophezeit einen erhöhten Arbeitsdruck auf bereits vorhandene Mitarbeiter und immer mehr Versorgungslücken.
  • Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft plant, ältere Menschen und Teilzeitbeschäftigte länger und mehr zu arbeiten.
  • Die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche fordert eine längere Lebensarbeitszeit und Rente erst ab 70.
  • Das Ministerium plant auch bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine attraktive Bezahlung.
  • Förderprogramme sollen Geflüchtete und Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integrieren.
  • Junge Menschen benötigen besser gestaltete Übergänge von Schule zu Ausbildung zu Beschäftigung.
  • Das Ministerium plant auch, Kompetenzen der Personal zu erweitern, um größere Aufgabenbereiche abzudecken.
  • Automatisierung und KI sollen Aufgaben für den Menschen übernehmen, um menschliche Arbeitskraft bedarfsgerechter auf Branchen zu verteilen.
  • Unternehmen sollen gezielt Fachkräfte aus anderen Ländern anwerben.
  • Ausländische Abschlüsse sollen in Zukunft zügiger anerkannt werden.