News
Monatelange Fahndung endet tödlich: Hintergründe zu Australiens radikaler Sovereign-Citizen-Szene
Die Straße nach Porepunkah schlängelt sich durch grüne Täler, vorbei an Weinbergen und dichten Wäldern, nur wenige Kilometer vom bei Touristen belieb…
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Die Straße nach Porepunkah schlängelt sich durch grüne Täler, vorbei an Weinbergen und dichten Wäldern, nur wenige Kilometer vom bei Touristen beliebten Mount Buffalo entfernt.
- Der 56-jährige Dezi F. wurde am Montagmorgen auf einem Grundstück im Nordosten Victorias von Beamten erschossen.
- Die Region um Porepunkah war Schauplatz einer der längsten und aufwändigsten Fahndungen in der Geschichte des Bundesstaats Victoria.
- Gesucht wurde Dezi F. wegen mutmaßlichen Tötens zweier Polizisten.
- Eine zehnköpfige Gruppe von Beamten – darunter lokale Kräfte sowie Spezialisten für Ermittlungen bei Sexualdelikten und Kindesmissbrauch – hatte das abgelegene Anwesen von F. rund 300 Kilometer nordöstlich von Melbourne aufgesucht, um einen Durchsuchungsbefehl zu vollstrecken.
- Als sie das Grundstück betraten, soll F. das Feuer eröffnet haben und zwei Beamte tödlich getroffen worden sein.
- Ein dritter Beamter wurde verletzt.
- F. floh schwer bewaffnet – auch mit den Waffen und Funkgeräten der Erschossenen – in das umliegende Buschland.
- Es folgte eine zunächst dreitägige Großfahndung, die sich schließlich zu einer monatelangen Suche ausweitete.
- Hubschrauber und Spezialeinheiten kamen zum Einsatz, es gab weiträumige Sperrzonen.
- Das dicht bewaldete, von Felsformationen durchzogene Hochland Victorias erwies sich dabei als idealer Rückzugsort für den Geflohenen – insbesondere für jemanden mit genauer Ortskenntnis.
- Wayne Gatt, Sekretär der Polizeigewerkschaft Victoria, bestätigte jetzt die Identität des Getöteten.
- Die Beamten hatten versprochen, den Flüchtigen zu finden – und sie haben es geschafft.
- Ein Abschluss des Falles sei das noch nicht.
- Es sei ein Schritt nach vorn für die Polizei, die Familien der gestorbenen Kollegen und die Gemeinschaft.
- Aber es lindert weder das Trauma, noch gibt es die herzlos geraubten Zukunftschancen zurück.
- Der Fall hat auch eine ideologische Dimension, die in den USA und in Europa ebenfalls nicht unbekannt ist.
- Dezi F. bewegte sich in der Szene der sogenannten Sovereign Citizens („souveräne Bürger“).
- Anhänger dieses Milieus erkennen staatliche Institutionen und Gesetze nicht an, sie lehnen die Zuständigkeit von Behörden grundsätzlich ab.
- Die Bewegung hat ursprünglich während der 1970er-Jahre in den USA entstanden.
- Heute hat die Bewegung Anhänger in zahlreichen Ländern – das Internet beschleunigte ihr Wachstum erheblich.
- Der Extremismusforscher Josh Roose von der Deakin University hatte den Fall bereits im August beim Sender ABC eingeordnet.
- F. habe sich aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen, sei lange in Sovereign-Citizen-Kreisen aktiv gewesen und habe einen tief sitzenden Hass auf die Polizei entwickelt.
- Roose sieht die Szene im Aufwind – insbesondere in ländlichen Regionen, wo soziale und wirtschaftliche Spannungen ein fruchtbares Umfeld für extremistische Ideologien bieten.
- In Deutschland ist ein vergleichbares Denkmuster vor allem bei den sogenannten Reichsbürgern verbreitet.
- Diese bestreiten die Legitimität der Bundesrepublik und berufen sich auf ein angeblich fortbestehendes „Deutsches Reich“.
- In den vergangenen Jahren sind sie durch Drohungen gegen Beamte, Steuerverweigerung und einen vereitelten mutmaßlichen Umsturzversuch aufgefallen.
- Die Dauer der Fahndung weckt in Australien Erinnerungen an Malcolm Naden, einen Mörder aus New South Wales, der ab 2005 sieben Jahre lang untergetaucht war, bevor er 2012 in einer Hütte im Hunter Valley nördlich von Sydney gefasst wurde.
- Die aktuelle Flucht erreichte diese Dimension zwar nicht – doch mit sieben Monaten zählt sie zu den aufwändigsten Operationen, die der Bundesstaat Victoria je erlebt hat.
Unsere Nachrichtenartikel können teilweise oder ganz mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder unterstützt worden sein.
Dies ermöglicht es uns, Inhalte effizient und aktuell bereitzustellen. Jeder Artikel wird vor der Veröffentlichung sorgfältig geprüft,
um eine hohe Qualität und Genauigkeit sicherzustellen.
Es ist jedoch zu beachten, dass KI-generierte Inhalte trotz aller Bemühungen um Aktualität und Richtigkeit gelegentlich Unvollständigkeiten oder Ungenauigkeiten enthalten können. Wenn Sie Fragen zur Richtigkeit der Informationen haben oder zusätzliche Klarstellungen wünschen, wenden Sie sich bitte an unser Redaktionsteam. Wir schätzen Ihr Verständnis und bemühen uns stets, Ihnen zuverlässige und wertvolle Informationen zu bieten.
Es ist jedoch zu beachten, dass KI-generierte Inhalte trotz aller Bemühungen um Aktualität und Richtigkeit gelegentlich Unvollständigkeiten oder Ungenauigkeiten enthalten können. Wenn Sie Fragen zur Richtigkeit der Informationen haben oder zusätzliche Klarstellungen wünschen, wenden Sie sich bitte an unser Redaktionsteam. Wir schätzen Ihr Verständnis und bemühen uns stets, Ihnen zuverlässige und wertvolle Informationen zu bieten.