Was 4500 Jahre alte Gräber bei Ottendorf-Okrilla über Sachsens Geschichte verraten
Matthias Conrad ist kein Mann der großen Emotionen – aber sein Blick auf die Keramiken, auf die Äxte und Beile, die vor ihm liegen, könnte kaum liebe…
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Fakten
- Die Gräber bei Ottendorf-Okrilla sind 4500 Jahre alt.
- Der zweitgrößte Bestattungsplatz aus der Jungsteinzeit in Sachsen liegt östlich der Elbe.
- Die zehn ausgegrabenen Hügelgräber gehören zur Kultur der Schnurkeramik.
- Diese Kultur war von der Ukraine im Osten bis zur Schweiz und dem Niederrhein im Westen mit verschiedenen Zentren verbreitet.
- Die Menschen damals bereits sesshaft waren und Ackerbau und Viehzucht betrieben, aber ihre Siedlungen sind selten gefunden worden.
- Der Grund für die Ausgrabungen ist, dass das Kieswerk neue Abbauflächen in der Laußnitzer Heide erschließt.
- Die Hügel hatten durchschnittlich einen Durchmesser von rund sechs bis sieben Metern und waren von tiefen, massiven Kreisgräben umgeben.
- In einem Grab ist ein Unterkiefer gefunden worden, der möglicherweise aufgrund der Kupferperlen erhalten geblieben ist.
- Die Entdeckung des schnurkeramischen Grabhügelfeldes zeigt deutlich, wie wichtig systematische archäologische Untersuchungen im Vorfeld von Abbauvorhaben sind.
- Die Kosten für die Ausgrabung hat das Kieswerk Ottendorf-Okrilla getragen, so sieht es das Denkmalschutzgesetz vor.