Schlauchboot tagelang im Mittelmeer: 22 Migranten sterben auf offener See
Die Überfahrt soll in ein besseres Leben führen, aber für viele endet sie tödlich: Wieder sind jetzt fast zwei Dutzend Migranten auf dem Seeweg von N…
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Fakten
- Die Überfahrt soll in ein besseres Leben führen, aber für viele endet sie tödlich
- 22 Migranten sterben auf offener See
- Die Besatzung eines Patrouillenbootes der EU-Grenzschutzagentur Frontex rettete 26 Menschen von einem Schlauchboot
- Das Boot war am 21. März von der libyschen Hafenstadt Tobruk ausgelaufen
- Ursprünglich befanden sich 48 Migranten auf dem Boot, ihr Ziel war die 325 Kilometer entfernte Insel Kreta im EU-Staat Griechenland
- Während der Reise verloren die beiden mutmaßlichen Schleuser die Orientierung
- Der Treibstoff des Außenbordmotors ging aus, sechs Tage lang trieb das Boot auf dem Meer
- 22 Menschen an Entkräftung gestorben
- Die Geretteten wurden zum Hafen von Heraklion auf Kreta gebracht
- Zwei Migranten mussten in Krankenhäuser eingewiesen werden
- Die beiden mutmaßlichen Schleuser wurden festgenommen
- Es handelt sich um Sudanesen im Alter von 19 und 22 Jahren
- Gegen sie ermittelt jetzt die griechische Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung und Beihilfe zur illegalen Einreise
- Die Zahl der Migranten, die von der Türkei über die Ägäis oder den Grenzfluss Evros in die EU gelangen, rückläufig ist
- Nutzen die Schleuser immer häufiger die Route von Libyen nach Kreta
- Im vergangenen Jahr erreichten rund 20.000 Migranten die Insel
- Das waren viermal so viele wie im Jahr 2024
- Allein Anfang März trafen auf Kreta und dem vorgelagerten Inselchen Gavdos binnen fünf Stunden sieben Migrantenboote mit 346 Menschen ein
- Die lange Reise in den meist überladenen und kaum seetauglichen Booten ist lebensgefährlich
- Im Februar kenterte ein aus Libyen kommendes Boot vor Kreta, 30 Menschen ertranken
- Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind im vergangenen Jahr im Mittelmeer etwa 2200 Flüchtlinge und Migranten ertrunken oder verschollen
- Die tatsächliche Zahl ist aber nach Einschätzung von Experten deutlich höher, da viele Schiffsuntergänge unbemerkt bleiben
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