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Prostatakrebs: HZDR-Forscher finden neuen Blutmarker für Früherkennung und Therapieprognose
Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. In Deutschland gibt es etwa 65.000 Neuerkrank…
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Fakten
- Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache in Deutschland.
- In Deutschland gibt es etwa 65.000 Neuerkrankungen pro Jahr.
- Entwickelt ein Prostatakrebs Metastasen, so sind die schwer zu behandeln.
- Wird der Charakter eines Tumors früh erkannt, sind die Heilungschancen indes gut.
- Verlässliche Marker, die früh vorhersagen können, wie aggressiv ein Tumor ist oder ob eine Therapie wirkt, fehlen bislang weitgehend.
- Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am OncoRay – dem Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie – haben jetzt einen im Blut nachweisbaren Marker gefunden.
- Das Team um Professorin Anna Dubrovska und Ielizaveta Gorodetska identifizierte das Protein MMP11 als vielversprechenden Biomarker.
- Oncoray wird gemeinsam vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und der Dresdner Universitätsmedizin betrieben.
- Diese Entdeckung bringt die Forschung zu präziseren, personalisierten und schonenderen Diagnose- und Therapieverfahren bei Prostatakrebs deutlich voran.
- Die Forscher analysierten Patientendaten und prüften Proteinwerte im Blutplasma.
- Sie fanden, dass hohe MMP11-Werte häufig mit fortgeschrittenem und hochriskantem Prostatakrebs zusammengehen.
- Die Ergebnisse machen Hoffnung, dass sich dieses Protein MMP11 für einen Bluttest eignet.
- Ein solcher Test könnte helfen, aggressive Verläufe früh zu erkennen.
- Außerdem wäre es möglich, den Behandlungserfolg in Echtzeit zu überwachen.
- Der Weg bis zur klinischen Anwendung bleibt lang.
- Die Forscher gehen davon aus, dass die Entwicklung eines praxistauglichen Tests, wie bei ähnlichen Biomarkern, mehrere Jahre dauern wird.
- Ein nächster Schritt ist bereits gestartet.
- In Kooperation mit dem polnischen National Research Institute of Oncology, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
- Die Entdeckung wurde am OncoRay – dem Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie – gemacht.
- Der Standort des OncoRay ist in Dresden, Deutschland.