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Daniela Klette: Ex-RAF-Terroristin angeklagt
Der ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette droht ein weiteres Gerichtsverfahren. Die Bundesanwaltschaft erhob Anklage gegen die 67-Jährige, wie di…
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Fakten
- Daniela Klette ist eine ehemalige RAF-Terroristin.
- Sie wurde wegen zweifelter Mord, Beteiligung an versuchten und vollendeten Sprengstoffanschlägen, erpresserischen Menschenraub sowie besonders schweren Raub in Mittäterschaft angeklagt.
- Die Anklage wurde von der Bundesanwaltschaft erhoben und soll vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main entschieden werden.
- Klettes Verteidiger Lukas Theune sagte, dass die DNA-Nachermittlungen größtenteils erfolglos waren und sich auf den Zeugen Steinmetz stützte.
- Die Anklage geht um Verbrechen, die Klette während ihrer Zeit bei der Roten Armee Fraktion begangen haben soll.
- Sie gehörte der sogenannten dritten Generation der RAF an.
- Klettes Mitgliedschaft in der linksterroristischen Vereinigung selbst ist mittlerweile verjährt.
- Die Karlsruher Behörde legt Klette unter anderem die Mittäterschaft bei drei RAF-Anschlägen zwischen 1990 und 1993 zur Last.
- Sie soll im Februar 1990 mit anderen Mitgliedern der RAF einen Sprengstoffanschlag auf ein Verwaltungsgebäude der Deutschen Bank in Eschborn versucht haben.
- Klette soll am Einbau des Sprengstoffs mitgewirkt haben, teilte die Bundesanwaltschaft mit.
- Bei einer Explosion hätten nach Einschätzung der Ermittler drei Sicherheitskräfte getötet werden können.
- Doch die Zündvorrichtung versagte, die Explosion blieb aus.
- Knapp ein Jahr später soll Klette als Teil eines RAF-Kommandos einen Anschlag auf die US-amerikanische Botschaft in Bonn verübt haben.
- Sie feuerte gemeinsam mit zwei weiteren Schützen von der gegenüberliegenden Rheinseite aus mindestens 250 Schüsse auf das Botschaftsgebäude ab.
- Mindestens 57 Projektile trafen demnach die Botschaft.
- Durch die Schüsse seien zwanzig Menschen in Gefahr gewesen.
- Im März 1993 soll Klette zudem an einem Sprengstoffanschlag auf ein neu gebautes Gefängnis im hessischen Weiterstadt beteiligt gewesen sein.
- Mitglieder des RAF-Kommandos kletterten demnach über die Gefängnismauer, überwältigten die Wächter mit einer Maschinenpistole und brachten sie gefesselt in einem VW-Transporter vom Gelände.
- Im Gefängnisgebäude zündeten sie dann mehrere Sprengsätze, die unter anderem Klette angebracht haben soll.
- Es entstand ein Schaden von rund 63 Millionen Euro.
- In dem Gefängnis waren noch keine Gefangenen untergebracht.
- Bei der Tat in Weiterstadt sollen auch Klettes mutmaßliche Komplizen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg dabei gewesen sein.
- Die beiden Männer sind weiter auf der Flucht, auch gegen sie wird ermittelt.
- Gemeinsam mit Klette sollen sie laut Staatsanwaltschaft Verden von 1999 bis 2016 Geldtransporter und Kassenbüros in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein überfallen haben, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.
- Wegen der Überfälle steht Klette schon seit Anfang März 2025 vor dem Landgericht Verden.
- Das Verfahren ist juristisch von dem der Bundesanwaltschaft getrennt und soll bald enden.
- Spätestens seit 1990 war Klette von der Bildfläche verschwunden.
- Nach außen führte sie offenbar ein unauffälliges Leben.
- Als Einsatzkräfte die ehemalige RAF-Terroristin am 26. Februar 2024 in Berlin-Kreuzberg festnahmen, war die Verwunderung groß.
- Nachbarn kannten sie als „Claudia“ und schilderten sie als freundliche, grauhaarige Nachhilfelehrerin.
- In ihrer Wohnung fanden die Ermittler unter anderem Pistolen, Munition und sogar Kriegswaffen.