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Mit Collien Fernandes: Tausende bei Hamburger Demo für mehr Opferschutz
Zusammen mit Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes haben Tausende Menschen bei einer Demonstration in Hamburg mehr Schutz für Opfer sexual…
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Fakten
- Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln
- Der Schutz für Betroffene durch Gesetze hier in Deutschland ist unzureichend.
- Wir fordern mehr Schutz, klare Gesetze und echte Konsequenzen – online wie offline.
- Die Idee zu der Demo sei aus Solidarität mit Fernandes entstanden.
- Die Schauspielerin hatte eigentlich ihre Teilnahme an der Veranstaltung abgesagt, sie trat dann aber doch auf.
- Die 44-Jährige schaute sich zunächst zaghaft um, wirkt ängstlich, doch dann überwältigt von der gigantischen Menschenmasse, die für sie heute da ist.
- Minutenlang hält der Applaus an, berichtet RND-Reporterin Valeska Bluhm aus Hamburg.
- „Ich wollte hier raus kommen und stark sein, aber ich schaffe gerade nicht“, setzt sie an und ihre Stimme bricht.
- „Ich glaube, dass es manchmal unterschätzt wird, was das mit einem macht“, sagt sie unter Tränen.
- „Ich stehe hier mit einer schutzsicheren Weste, weil ich Morddrohungen bekomme“, sagt sie weiter und zeigt fassungslos auf ihren Körper.
- Weil Männer - zu 100 Prozent sind es Männer - mich killen wollen.“
- Auch in Berlin und Hannover waren in den vergangenen Tagen bei ähnlichen Aktionen tausende Demonstranten auf die Straße gegangen.
- Hintergrund einer aktuellen Debatte über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der „Spiegel“ berichtet hatte.
- Fernandes hat auf Mallorca Anzeige erstattet, wie eine Justizsprecherin auf der spanischen Mittelmeerinsel der Nachrichtenagentur dpa bestätigte.
- Das Verfahren befand sich noch in einem sehr frühen und vertraulichen Stadium, sagte sie am 19. März.
- Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
- Er äußert sich bisher nicht persönlich zu den Vorwürfen.
- Stattdessen hat sich sein Anwalt Christian Schertz mit einem Schreiben mit Bezug auf die Ursprungsberichterstattung im Spiegel geäußert.
- Darin heißt es: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den Spiegel rechtliche Schritte einzuleiten.“
- Es würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet.
- Die Demonstration fand am Rathausmarkt in Hamburg statt.