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Görlitz, Niesky, Königshain, Bad Muskau: Trödeln und Schnäppchenjagd 2026

Der Boom zum Trödeln ist nicht vorbei. Auch wenn mittlerweile Trödelmärkte in fast jedem Ort im Landkreis zum Stöbern und Feilschen einladen. Die Suc…

Fakten

  • Der Boom zum Trödeln ist nicht vorbei.
  • Trödelmärkte in fast jedem Ort im Landkreis zum Stöbern und Feilschen einladen.
  • Die Suche nach dem Superschnäppchen, dem fehlenden Teil für die Sammlung oder dem Schatz in der „Ramschkiste“ ist weiterhin ein anhaltender Trend.
  • Das Görlitzer Helenenbad wird Anfang Mai zum neuen Trödelmekka werden.
  • Zig Plakate hat Martin Müller bereits verteilt, nicht nur in der Stadt, sondern im ganzen Umland, und er rührt kräftig die Werbetrommel im Internet.
  • Trödeln ist für Martin Müller nicht nur Hobby, sondern auch Nebengewerbe.
  • Das Helenenbad sein „Pilotprojekt“, wie er sagt.
  • Mit dem Trödeln hat er auf der anderen Seite des Klapptischs Erfahrung: Da steht er als Händler bei den anderen Märkten, um gebrauchte Dinge unter die Leute zu bringen.
  • Das Lager mit Kunst, Kitsch und Krempel befindet sich in Kunnerwitz.
  • Das hat er von seinem verstorbenen Vater übernommen.
  • Martin Müllers Geschäft war bis vor wenigen Wochen als „Trödeltrupp Kunnerwitz“ unterwegs: Wohnungs- und Haushaltsauflösungen, An- und Verkauf.
  • Mittlerweile hat Martin Müller das Unternehmen in „FundWerk Görlitz“ umbenannt.
  • Das stemmt nun am 2. Mai im Helenenbad die Trödelaktion, bei der für die Jüngsten auch eine Hüpfburg aufgebaut wird.
  • „Das ist eine Premiere.“
  • 2026 wird das die einzige Stöber-Veranstaltung von Martin Müller sein.
  • Denn in Görlitz gibt es mit den Trödelmärkten im Kidrontal bereits eine etablierte Trödelreihe.
  • Ricarda Kuschmann aus Groß Krauscha und Daniela Stenzel aus Kodersdorf haben das Trödeln auf der grünen Wiese eingeführt.
  • Ricarda Kuschmann erinnert sich an den Start vor fünf Jahren: „2021 war das gewesen.“
  • Die Auflagen während der Corona-Pandemie waren damals noch streng.
  • „Wir bekamen allerdings von den Behörden aus Dresden die Genehmigung, unter freiem Himmel starten zu dürfen.“
  • Dabei ist es geblieben.
  • Getrödelt wird bei jedem Wetter und bei Regen, notfalls mit großem Schirm.
  • Am 11. April geht es los.
  • Weitere Veranstaltungen sind für den 9. Mai und den 13. Juni geplant.
  • Von einem anderen Veranstaltungsort verabschiedet sich Ricarda Kuschmann allerdings.
  • „Aus Kostengründen“, wie sie sagt.
  • Straßenabsperrung, Verkehrsschilder aufstellen, Genehmigungen: All das muss vom Veranstalter bezahlt werden.
  • Ricarda Kuschmann hat durchgerechnet und bedauert: „Das wäre leider ein Minusgeschäft.“
  • Auf dem Zinzendorfplatz in Niesky wird sie deshalb keine Märkte mehr veranstalten.
  • Vielleicht klappt es dafür wieder mit einem Trödelmarkt in Reichenbach auf dem Marktplatz und im Rahmen des Holzhausfestes in Niesky.
  • Fest steht das aber bisher nicht und hängt auch von den Genehmigungen ab.
  • Der Königshainer Trödelmarkt einer der Größten in der Görlitzer Region und ein Selbstläufer.
  • Zweimal im Jahr wird zur Schnäppchenjagd eingeladen.
  • 2026 sind die Termine dafür der 31. Mai und der 16. August.
  • Mehr als 100 Händler machen jedes Jahr mit.
  • Die Standplätze sind oftmals schon Wochen im Voraus ausgebucht.
  • Tausende Besucher strömen jedes Jahr zu der Veranstaltung rund um das Barockschloss.
  • Der Rekord lag bei rund 6500 Gästen.
  • Organisiert wird das XL-Trödeln von der Gemeinde und Vereinen.
  • Wohl auch deshalb sind die Standgebühren in der Vergangenheit mit durchschnittlich fünf Euro besonders niedrig gewesen.
  • Ob das so bleibt?
  • Die Standgebühren sind nicht auf der Königshainer Internetseite veröffentlicht.
  • Ganz trödel­frei waren die Wintermonate nicht.
  • Bereits im Januar startete die Schnäppchenjagd in Löbau unter dem Dach in der Messehalle.
  • Innen-Trödel- und Antikmärkte fanden im Görlitzer Neiße-Park, im ehemaligen Adlergeschäft Görlitz oder auch im Seifhennersdorfer Karli-Haus statt.
  • Die Veranstaltungsagentur von Yvonne Schwarz aus Dresden ist seit vielen Jahren in der Branche auch im Kreis Görlitz unterwegs.
  • Am 28. März laden ihre „Schwarzmärkte“ in Bautzen in der Schützenplatzhalle, Ostern auf die Burg Mortka, am 25. April in die Sparkassenarena Jonsdorf und zu Pfingsten ins Rittergut Dürrhennersdorf zum Kramen und Feilschen ein.
  • Yvonne Schwarz wollte auch Schloss Krobnitz als Veranstaltungsort mit aufnehmen.
  • Sie bedauert: „Von der Stadt Reichenbach habe ich eine Absage bekommen.“
  • Derweil wird seit zehn Jahren auf dem Bad Muskauer Eiland-Parkplatz getrödelt.
  • Ramona Neumann hat den Markt 2016 von ihrem Partner übernommen.
  • Durchschnittlich sind 40 bis 50 Händler dabei, darunter nicht wenige ältere Menschen, die „so ein bisschen Geld dazu verdienen. Aber vor allem pflegen sie so soziale Kontakte“, sagt die Veranstalterin.
  • Trödeln sei von einem Miteinander geprägt: „Man kennt sich untereinander.“
  • Die Saison in Bad Muskau startete bereits im Februar, und bis November wird auf dem Eiland-Parkplatz bei Wind und Wetter um den besten Preis gefeilscht.
  • Einmal monatlich, demnächst sind das der 11. und 12. April, lädt Ramona Neumann ein, zur Schnäppchenjagd zu kommen.