Wer zieht die Fäden? Neuer Streit um Sportförderung in Deutschland entbrannt
Die Bundesregierung hat eine neue Grundlage für die Förderung des Spitzensports in Deutschland auf den Weg gebracht. „Unser Ziel: Mehr deutsche Medai…
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Fakten
- Die Bundesregierung hat eine neue Grundlage für die Förderung des Spitzensports in Deutschland auf den Weg gebracht.
- Das Ziel ist, den deutschen Spitzensport so international wieder wettbewerbsfähiger zu machen.
- Der Sitz der neuen Spitzensportagentur soll in Leipzig sein.
- Die Agentur soll als unabhängige Institution aufgebaut werden und eigenständig die Fördergelder verteilen.
- Die Unabhängigkeit der Agentur soll dadurch gestärkt werden, dass es neben Frankfurt und Berlin noch einen weiteren Standort für die Dinge des Sports gebe.
- Der DOSB befürwortet die Reform zwar, pocht aber auf viel Mitsprache.
- Die Politik soll sechs Mitglieder, der DOSB nur drei entsenden.
- Das Kanzleramt ist dem DOSB in der Besetzungsfrage bereits entgegengekommen.
- Ursprünglich sollte das Gremium mit fünf Mitgliedern und davon nur einem DOSB-Vertreter besetzt sein.
- Die Seite des Sports nun ein Vetorecht bei der Auswahl der Vorstände der Agentur.
- Der Bundesrechnungshof übt seit Jahren Kritik an der Vergabe der Steuermittel und monierte einen zu großen Einfluss des Sports.
- Die Ampel-Regierung hatte ein Sportfördergesetz entworfen, das aber durch den Bruch der Koalition gestoppt worden war.
- Der neue Anlauf des jetzt für den Sport zuständigen Kanzleramts wurde in den vergangenen Monaten durch Widerstände vor allem aus dem organisierten Sport gebremst.
- Die Botschaft, die da gesendet wird: Wir wollen über Athleten entscheiden, aber nicht mit Athleten
- Die Vorgaben zum Schutz der Sportler vor Gewalt und Missbrauch sind zu weich formuliert.
- Der Bundesrat und Bundestag befassen sich mit dem Sportfördergesetz.
- Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte, es braucht größtmögliche Entscheidungsfreiheit der Sportverbände statt staatlicher Einmischung.