News
Neuinszenierung: „Romeo und Julia“ am Mittelsächsischen Theater Döbeln
„Hassen, ganz hässlich hassen, ich kann’s nicht lassen: Ich bin der Hass!“ Diese Zeile aus dem Lied „Codo“ der Band Deutsch-Österreichisches Feingefü…
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Die Neuinszenierung von Romeo und Julia findet im Mittelsächsischen Theater Döbeln statt.
- Das Lied „Codo“ der Band Deutsch-Österreichisches Feingefühl (DÖF) aus dem Jahr 1983 bezieht sich auf Tybalt in William Shakespeares Tragödie Romeo und Julia.
- Der Hass ist eine tief verwurzelte Ausdrucksform des Bösen in der Menschheitsgeschichte, wie es bereits in Homers Ilias heißt: „Singe den Zorn, o Götter“.
- Byron hat gesagt: „Hass ist bei weitem das größte Vergnügen. Menschen lieben in Eile, aber sie hassen mit Langmut.“
- Shakespeare zeigt in vielen seiner Dramen, wie der Hass führen kann, und dies gilt insbesondere für die Geschichte von Romeo und Julia.
- Die Bühnenbild-Design ist rechts eingeknickt und fehlt einer säulenartigen Stütze.
- Regie führte Stephan Bestier, der im Programmheft seinen Ansatz darlegt: Für ihn erzählt Shakespeare „von einer zerrissenen Gesellschaft, von Eskalation, von Gruppenzwang und davon, wie junge Menschen zwischen die Fronten geraten“.
- Bestier setzte auf eine Neufassung des Textes von Gesine Danckwart.
- Die klassisch Gebildeten dürfen sich weiterhin an eingängigen Sätzen wie „Es war die Nachtigall und nicht die Lerche“ erfreuen.
- Das junge Publikum wird es zu schätzen wissen, dass der Blankvers weitgehend einer deutlich moderneren Sprache wich, ohne dass es gleich auf Jugendslang hinausläuft.
- Die Rollen sind zum Teil geschlechtskonvers angelegt.
- Marie Wolff spielt einen Tybalt, der eher ein Hänfling ist, dem man trotzdem nicht bei Nacht und Mondschein begegnen möchte, so geil ist er auf Gewalt.
- Munkhtsetseg Gantumur singt in Diva Plava Laguna-Manier beim Fest im Hause Capulet sinnlich-betörend.
- Die Szenen mit Julias patenter Amme (Juschka Spitzer) und der Mutter Lady Capulet (Natalie Renaud) sind besonders interessant.
- Der Vorteil ist, dass das Schlagwort „toxische Männlichkeit“ nicht greift, Männer wie Frauen sind gleichermaßen von Hass beseelt.
- Pater Lorenzo (Michael Berger) hat einen Plan, der verhängnisvoll nicht aufgeht.
- Romeo und Julia sind Ausnahmen davon, dass die anderen Charaktere von Hass beseelt sind.
- Milon Goetz‘ als Romeo ist zunächst eine oberflächliche Type, die Schwärmerei für eine Frau scheint mehr Behauptung als Realität.
- Es ist die Liebe zu Julia, die ihn (Romeo) im als öde empfundenen Leben auf Kurs bringt.
- Julia wandelt sich nicht minder im Zeitraffer, Nele Schweers spielt grandios aus, wie Julia sich vom zarten Kind zum verliebten Backfisch entwickelt.
- Am Ende folgt sie ihrer großen Liebe in den Tod.
- Sterben für die Liebe scheint in Zeiten von Tinder und offenen (Teilzeit-)Beziehungen eine nicht nachvollziehbare Handlung zu sein, aber mit der entscheidenden Grund, weshalb sich Shakespeares Tragödie bis heute so oft auf den Bühnen dieser Welt findet.
- Julia verklickert Romeo nachdrücklich, dass er nur eine Chance bei ihr hat, wenn sein Ziel die Ehe ist.
- Es gibt kleinere Mängel in der Neuinszenierung, wie das plötzliche Erscheinen einer Pistole aus einem Kästchen.
- Romeo bescheinigt im Affekt einen Totschlag, aber es wirkt hier nicht, als hätte er in einem heftigen Anfall von Wut und Zorn abgedrückt.
- Der Wortwechsel „Bist Du verletzt?“ – „Nein, das ist nur ein Kratzer“ zwischen Romeo und seinem im Sterben liegenden Kumpel Mercutio wirkt fast komisch.
- Das fantastische Lichtdesign ist besonders beeindruckend.
- Am Ende muss man jedenfalls einmal mehr konsterniert zur Kenntnis nehmen, dass eine große Liebe scheiterte.
- Als Botschaft bekommt man per Projektion noch mit auf den Weg: „Wo Hass regiert, stirbt die Zukunft.“
Unsere Nachrichtenartikel können teilweise oder ganz mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder unterstützt worden sein.
Dies ermöglicht es uns, Inhalte effizient und aktuell bereitzustellen. Jeder Artikel wird vor der Veröffentlichung sorgfältig geprüft,
um eine hohe Qualität und Genauigkeit sicherzustellen.
Es ist jedoch zu beachten, dass KI-generierte Inhalte trotz aller Bemühungen um Aktualität und Richtigkeit gelegentlich Unvollständigkeiten oder Ungenauigkeiten enthalten können. Wenn Sie Fragen zur Richtigkeit der Informationen haben oder zusätzliche Klarstellungen wünschen, wenden Sie sich bitte an unser Redaktionsteam. Wir schätzen Ihr Verständnis und bemühen uns stets, Ihnen zuverlässige und wertvolle Informationen zu bieten.
Es ist jedoch zu beachten, dass KI-generierte Inhalte trotz aller Bemühungen um Aktualität und Richtigkeit gelegentlich Unvollständigkeiten oder Ungenauigkeiten enthalten können. Wenn Sie Fragen zur Richtigkeit der Informationen haben oder zusätzliche Klarstellungen wünschen, wenden Sie sich bitte an unser Redaktionsteam. Wir schätzen Ihr Verständnis und bemühen uns stets, Ihnen zuverlässige und wertvolle Informationen zu bieten.