KI drückt Einsteigerlöhne
srcset="https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2026/02/Gorodenkoff_shutterstock_2287651251_16z9.jpg?quality=50&strip;=all 7200w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2026/02/Gorodenkoff_shutterstock_2287651251_16z9.jpg?resize=300%2C168&quality;=50&strip;=all 300w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2026/02/Gorodenkoff_shutterstock_2287651251_16z9.jpg?resize=768%2C432&quality;=50&strip;=all 768w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2026/02/Gorodenkoff_shutterstock_2287651251_16z9.jpg?resize=1024%2C576&quality;=50&strip;=all 1024w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2026/02/Gorodenkoff_shutterstock_2287651251_16z9.jpg?resize=1536%2C864&quality;=50&strip;=all 1536w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2026/02/Gorodenkoff_shutterstock_2287651251_16z9.jpg?resize=2048%2C1152&quality;=50&strip;=all 2048w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2026/02/Gorodenkoff_shutterstock_2287651251_16z9.jpg?resize=1240%2C697&quality;=50&strip;=all 1240w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2026/02/Gorodenkoff_shutterstock_2287651251_16z9.jpg?resize=150%2C84&quality;=50&strip;=all 150w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2026/02/Gorodenkoff_shutterstock_2287651251_16z9.jpg?resize=854%2C480&quality;=50&strip;=all 854w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2026/02/Gorodenkoff_shutterstock_2287651251_16z9.jpg?resize=640%2C360&quality;=50&strip;=all 640w, https://b2b-contenthub.com/wp-content/uploads/2026/02/Gorodenkoff_shutterstock_2287651251_16z9.jpg?resize=444%2C250&quality;=50&strip;=all 444w" width="1024" height="576" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px">Mit KI verändern sich auch klassische Karrierepfade. Bleiben Berufseinsteiger dabei auf der Strecke? Gorodenkoff | shutterstock.com
Die zunehmende Verbreitung von KI in der Tech-Branche bremst offenbar die Einstellung von Berufseinsteigern in Bereichen wie Softwareentwicklung und Kundenservice – und könnte laut Experten auch Druck auf Einstiegsgehälter ausüben.
„Bei Softwareentwicklern ist die Nachfrage nach Einsteigern im Alter von 22 bis 26 Jahren um etwa 20 Prozent zurückgegangen“, berichtet Erik Brynjolfsson, Leiter des Stanford Digital Economy Lab. „In Callcentern liegt der Rückgang bei etwa 15 Prozent. Beschäftigte in der Mitte ihrer Karriere kommen gut zurecht, sehr erfahrene Fachkräfte sogar sehr gut.“
Erste Effekte erkennbar
Anstatt die Löhne zu kürzen, stellen Unternehmen schlicht weniger Nachwuchskräfte für diese Positionen ein, erklärte Brynjolfsson im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf dem Economic Summit des Stanford Institute for Economic Policy Research.
KI automatisiert zunehmend Aufgaben, die bislang von Einsteigern erledigt wurden, und verändert damit auch klassische Karrierepfade. Positionen mit Fokus auf Wertschöpfung im mittleren und oberen Karrierebereich bleiben dagegen stabil.
„Die Auswirkungen von KI zeigen sich bislang stärker bei der Beschäftigung als bei den Löhnen, doch wir beginnen auch erste Effekte auf die Gehälter zu sehen“, so Brynjolfsson. Verlässliche Daten fehlen zwar noch, doch in den kommenden Monaten dürften sich klarere Trends abzeichnen. Andere Branchen, etwa die häusliche Pflege, seien bislang kaum betroffen.
Trend „AI Washing“
Ein weiteres Phänomen ist sogenanntes „AI Washing“: Unternehmen führen Entlassungen häufig auf KI zurück, selbst wenn das nicht der Hauptgrund ist. Laut einer Studie von Resume.org würden 17 Prozent der Befragten KI als Grund für Entlassungen nennen. 59 Prozent würden sie zumindest zur Rechtfertigung von Einstellungsstopps oder Kündigungen heranziehen – weil dies gegenüber Stakeholdern besser vermittelbar sei als finanzielle Gründe.
Große Tech-Unternehmen wie Amazon, Microsoft oder Meta haben KI bereits als Begründung für Stellenabbau vorgebracht. Auch Block strich 4.000 Jobs und verwies auf Effizienzgewinne durch KI.
„Ich glaube, dass die Mehrheit der Unternehmen im Laufe des nächsten Jahres zu demselben Schluss kommen und ähnliche strukturelle Veränderungen vornehmen wird“, schreibt Jack Dorsey, CEO von Block, in einem Brief an die Aktionäre.
Die Abschwächung des Arbeitsmarkts wird nicht primär durch KI verursacht, sondern eher durch typische Entwicklungen am Arbeitsmarkt, erklärt Erika Mcentarfar, Ökonomin am Stanford Institute for Economic Policy Research und frühere Leiterin der US-Arbeitsmarktstatistik.
Zudem verlaufe die Einführung von KI in Unternehmen nicht reibungslos, betonte sie: Gerade Nicht-Tech-Unternehmen gingen bei Pilotprojekten wegen Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Datenschutz und Haftung nur langsam vor. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, so Mcentarfar.
Uneinheitliche Entwicklung im IT-Markt
Auch der breitere IT-Arbeitsmarkt entwickelt sich uneinheitlich. Laut einer Analyse von CompTIA auf Basis von Daten des US Bureau of Labor Statistics entstanden im Februar rund 5.100 neue Jobs im Tech-Sektor. Etwa 5.900 Stellen entfielen auf IT- und Softwaredienstleistungen sowie Systemdesign.
Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach KI-Kompetenzen deutlich: Stellenanzeigen mit Bezug zu KI haben Anfang 2026 stark zugenommen, wie Daten des Personalberaters ManpowerGroup zeigen. „Wir sehen, dass immer mehr Arbeitgeber diese Fähigkeiten in hybride Rollen integrieren, die Softwareentwicklung, Datenkompetenz und Systemengineering kombinieren“, erklärt Kye Mitchell, Leiterin von Experis (ManpowerGroup). Die Nachfrage nach multidisziplinären Technologen sei aber weiterhin stark, so Mitchell.
Viele CIOs erwarten zwar Produktivitätsgewinne durch KI, sind sich aber noch unsicher über die langfristigen Auswirkungen auf ihre Organisationen, führt Analyst Jack Gold aus. Zwar setzten einige Unternehmen KI bereits erfolgreich in Bereichen wie HR oder Kundenservice ein. „Aber selbst diejenigen, die auf größere Umstellungen wie KI-Agenten setzen, stellen fest, dass sie den Menschen noch nicht vollständig ersetzen kann“, so Gold. (mb)
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