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Dr. Vavruša kann weiter praktizieren - aber nur an einem Standort in Zittau oder Löbau
Vor ein paar Tagen hatten Patienten des tschechischen Hausarztes Dr. Martin Vavruša in der Sächsischen Zeitung deutlich gemacht, wie stark sie unter …
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Fakten
- Dr. Vavruša kann weiter praktizieren, aber nur an einem Standort in Zittau oder Löbau
- Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KVS) hatte Dr. Martin Vavruša erhebliche Unregelmäßigkeiten bei der Leistungsabrechnung vorgeworfen, aber nur minimale Versäumnisse eingeräumt.
- Das Zerwürfnis dauerte schon mehrere Wochen und führte dazu, dass die Vavruša-Praxis in Löbau geschlossen wurde.
- Die Praxis in Zittau wird jedoch weitergeführt, aber nur im Notbetrieb.
- Die KVS hat sich mit Dr. Vavruša auf eine Lösung verständigt, an deren Ende das Weiterbestehen der Praxis des tschechischen Hausarztes stehen soll – allerdings nur in Zittau.
- Die Praxis in Löbau bleibt geschlossen.
- Dr. Stefan Windau, Vorstandsvorsitzender der KVS, kommentiert die Kritik wie folgt: „Wir sind nicht für das hier aufgetretene Fehlverhalten verantwortlich, mussten aber handeln, um finanziellen Schaden abzuwenden.“
- Die KVS kann die individuellen Probleme der Patienten jedoch nicht lösen, wohl aber unterstützend wirken.
- Der Durchbruch im Streit beider Seiten gab es offenbar bei einem Gesprächstermin vor Gericht.
- Dr. Vavruša hat zugegeben, dass die Beschäftigung von nicht genehmigtem Personal regelwidrig gewesen sei.
- Er hat zugestimmt, die durch die fehlerhaft abgerechneten Leistungen erzielten Vergütungen zurückzuzahlen.
- Die Modalitäten für die Rückzahlung werden noch verhandelt.
- Dr. Windau möchte betonen, dass die KVS kein Interesse daran hat, den tschechischen Hausarzt ökonomisch plattzumachen.
- Die KVS will das Problem endlich vom Tisch haben und eine bessere Versorgung hinbekommen.
- Die KVS nimmt die bisher gestoppten Zahlungen wieder auf.
- Es werden monatliche Abschläge geben, deren Höhe jedoch noch nicht feststeht.
- Dr. Vavruša muss die Größenordnung der von ihm im Monat behandelten Patienten mitteilen.
- Es wird erwartet, dass es in den kommenden 14 Tagen zu einer Einigung kommen wird.
- Die KVS stellt künftig Mittel für Weiterbildungsassistenten zur Verfügung.
- Dr. Vavruša kann seine Praxis weiterführen, wo er möchte, aber die KVS kann dies nicht vorschreiben.
- Der Ausgang des Streits könnte problematisch für Löbauer Patienten werden.
- Die angeblich bessere Versorgung habe bisher nur deshalb funktioniert, weil zwei Personen ärztlich tätig gewesen seien, die nie hätten tätig werden dürfen.
- Dr. Windau setzt auf die Kollegialität der anderen Hausärzte um.
- Im Planungsbezirk Löbau gibt es derzeit 32,75 Hausarztstellen.
- Das entspricht einem Versorgungsgrad von 77,3 Prozent.
- Im Planungsbereich Zittau sind momentan 41,75 Hausarztstellen besetzt.
- Behandelt werden etwa 56.000 Einwohner, was einen Versorgungsgrad von 98,1 Prozent ergibt.