Trumps Hormus-Ultimatum: Welchen Folgen hat die Drohung des US-Präsidenten?
Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, iranische Kraftwerke zu zerstören, markiert eine neue Eskalationsstufe im Iran-Krieg. Dabei geht es Trump …
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Fakten
- Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, iranische Kraftwerke zu zerstören, markiert eine neue Eskalationsstufe im Iran-Krieg.
- Der Iran hat seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe mehrfach gedroht, dort Schiffe anzugreifen.
- Die Meerenge vor Irans Küste ist eine wichtige Ader für den Welthandel mit Öl und Flüssiggas.
- Für den Iran wäre es mit relativ einfachen Mitteln möglich, großen Schaden anzurichten.
- Der US-Generalstabschef Dan Caine hat Trump nach einem Bericht der „New York Times“ im Oval Office gewarnt, ein einziger iranischer Soldat auf einem Schnellboot könnte eine Rakete auf einen langsamen Tanker abfeuern oder eine Mine anbringen.
- Die wichtigste Anlage, das Dampf- und Gaskraftwerk in Damawand, liegt in der Nähe der Hauptstadt Teheran und hat eine Kapazität von mehr als 2.800 Megawatt.
- Ein weiteres Kraftwerk liegt in der Provinz Masandaran am Kaspischen Meer mit mehr als 2.200 Megawatt Kapazität.
- Das einzige iranische Atomkraftwerk Buschehr liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf.
- Die Wirtschaft im Iran ist durch den Krieg bereits stark beeinträchtigt.
- Ein Angriff auf Gaskraftanlagen würde zusätzlich die Stromversorgung von Millionen Iranern gefährden.
- Ein Zusammenbruch der Stromversorgung hätte weitreichende Folgen für die Bevölkerung: Kühlung und Heizung würden ausfallen, auch die Wasserversorgung wäre durch den Ausfall von Pumpen betroffen.
- Die Menschen in Teheran fürchten ein solches Szenario und sprechen von einer „Apokalypse“. Die Sorge richtet sich hier vor allem auf Entsalzungsanlagen in der Golfregion.
- Kaum eine Weltregion ist so stark auf Entsalzungsanlagen angewiesen wie die Golfstaaten.
- In der trockenen Wüstenregion auf der Arabischen Halbinsel gibt es kaum Süßwasserressourcen.
- Gemeinsam haben die Länder etwa 3.400 solche Anlagen, in Staaten wie Katar und Bahrain sorgen diese für mehr als 90 Prozent der Trinkwasserversorgung.
- Die Anlagen sind auch wichtig, um etwa die chemische Industrie und Datenzentren zu beliefern.
- Viele Anlagen befinden sich an der Küste des Persischen Golfs und damit nur Hunderte Kilometer vom Iran entfernt.
- Der Ausfall durch Schäden an einer einzigen Anlage könnte demnach zunächst von anderen Anlagen ausgeglichen werden.
- Gefährlicher wären schon Raketen- und Drohnenangriffe auf die größeren Verteilzentren im Wassernetz.
- „Der stärkste Effekt könnten psychologisch sein“, schreibt CSIS. Denn auch mit dieser Art von Angriffen würde das Image von Sicherheit und Stabilität, auf dem die Golfstaaten ihr Wirtschaftsmodell in großen Teilen aufgebaut haben, beschädigt.
- Die Drohung von Trump ist abzugehen vom Ort: Persischer Golf
- Die Stadt, in der sich das Kraftwerk befindet: Teheran