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Streit um Apotheken-Streik: Krankenkassen kritisieren Protesttag

Am kommenden Montag werden Patientinnen und Patienten, die Tabletten, Tropfen oder eine Salbe benötigen, womöglich vor verschlossenen Türen stehen: M…

Fakten

  • Die Apotheken wollen ein höheres Honorar durchsetzen und fordern eine Erhöhung des sogenannten Fixums von 8,35 auf 9,50 Euro.
  • Die gesetzlichen Krankenkassen weisen die Forderung der Apotheken nach mehr Geld strikt zurück und werfen ihnen vor, mit falschen Behauptungen zu operieren.
  • Seit 2013 bis 2024 sind die jährlichen Zahlungen der Kassen an die Apotheken um 1,5 Milliarden auf 7,1 Milliarden Euro erhöht, was einem Plus von 26 Prozent entspricht.
  • Die Apothekenhonorare steigen Jahr für Jahr und werden finanziert aus den Portemonnaies der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler der gesetzlichen Krankenkassen.
  • Die Vergütungsregeln sehen vor, dass die Kassen für jede abgegebene Packung einen Zuschlag in Höhe von drei Prozent des Preises zahlen.
  • Die Apotheken planen unter anderem ganztägige Schließungen durchzuführen, wobei die üblichen Notdienste erreichbar bleiben sollen.
  • Bundesweit gab es zum Jahresende 2025 noch 16.601 Apotheken, das ist laut Abda der niedrigste Stand seit 1977.
  • Die Apotheken fordern eine differenzierte Vergütung, ohne die Honorierung insgesamt anzuheben.
  • Apotheken in Ballungsräumen mit Millionenumsätzen brauchen keine Vergütungserhöhung, umsatzschwache Apotheken in strukturschwachen Regionen hingegen schon.
  • Die Bundesregierung hat den Apotheken die geforderte Honorarerhöhung bereits zugesagt, aber die Finanzierung ist völlig unklar.
  • Eine von Warken eingesetzte Expertenkommission soll Ende März Vorschläge vorlegen, wie das Defizit geschlossen werden kann.
  • Gelingt das nicht, müssten die Beitragssätze auch im kommenden Jahr massiv steigen.
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