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Hausärzte-Chef stellt Zahl der Krankenkassen infrage

In der Debatte um die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherungen fordert der Chef des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes Einsparungen bei den K…

Fakten

  • Die Krankenkassen können ja mal ihre Mitglieder fragen, wofür sie ihre Beiträge lieber zahlen: Dafür, dass sie auch in Zukunft noch eine Hausarztpraxis finden oder dafür, 90 Kassen zu finanzieren
  • Es wird Zeit, dass die Kassen endlich den Rotstift bei sich selbst ansetzen, statt immer nur bei der Versorgung ihrer Versicherten
  • Mittelfristig müssten die Kassen ihre Verwaltungskosten dringend halbieren
  • Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, riet den Kassen in der Rheinischen Post, von sich aus verstärkt Synergien zu suchen, Kooperationen auszubauen und Zusammenschlüsse einzuleiten – bevor der Gesetzgeber handeln muss
  • Es gibt derzeit 93 gesetzliche Krankenkassen in Deutschland
  • Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland lag noch bei 1.815 im Jahr 1970
  • Zur Jahrtausendwende waren es noch 420 gesetzliche Krankenversicherungen
  • Die gesetzlichen Krankenkassen hatten im vergangenen Jahr nach einer Welle von Beitragserhöhungen zwar einen Überschuss verbucht
  • Allerdings waren auch ihre Ausgaben stark gestiegen, wie das Bundesgesundheitsministerium kürzlich mitteilte
  • Nach Angaben von Ministerin Nina Warken (CDU) steigen die Ausgaben seit 2024 wesentlich stärker als die Einnahmen
  • Kostentreiber sind demnach Klinikbehandlungen, Ausgaben für Arzneimittel und Praxisbehandlungen
  • Ein von Warken eingesetztes Experten-Gremium soll bis Ende März Vorschläge zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen vorlegen
  • Bis zum Jahresende sollen weitergehende Reformvorschläge folgen
  • Hintergrund ist eine für 2027 erwartete Finanzlücke im zweistelligen Milliardenbereich