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Bundestag debattiert kontrovers über Trisomie-21-Tests und ethische Folgen für Betroffene

Dass Abgeordnete von Union, SPD, Grünen und Linken dem Bundestag einen gemeinsamen Antrag vorlegen, ist eine Seltenheit. Allein, dass es nun dazu kom…

Fakten

  • Die Debatte über Trisomie-21-Tests und ethische Folgen für Betroffene findet im Bundestag statt.
  • In Deutschland bezahlen die Krankenkassen seit 2022 die Kosten für nicht-invasive Pränataltests (NIPT) für Schwangere, aber nur wenn ein Risikofaktor festgestellt wird.
  • Rund die Hälfte der Schwangeren in Deutschland entscheidet sich bereits jetzt für einen Bluttest.
  • Bei Schwangeren über 40 Jahren liegt die Quote bei 75 Prozent.
  • Die Abgeordneten fordern ein Monitoring der Folgen und eine ethische und rechtliche Prüfung der NIPT-Tests.
  • Der Berufsverband der Frauenärzte wehrt sich gegen die Forderungen, indem er betont, dass Frauenärzte gesetzlich verpflichtet sind, vor genetischen Untersuchungen umfassend zu beraten.
  • Die NIPT erreichen häufige fetale Trisomien mit sehr geringem Risiko für Mutter und Kind ab.
  • Der Elternverband unterstützt das interfraktionelle Vorhaben und fordert eine größere Aufklärung über die NIPT-Tests.
  • Die Daten zu den Folgen der NIPT-Tests sollen bis 2027 erhoben werden.
  • Eine Expertenkommission soll sich dann mit den Ergebnissen befassen und der Bundesregierung beraten.
  • Der Vater einer behinderten Tochter prognostiziert, dass der Gesetzgeber eine Regelung schaffen muss, wie mit den Tests umgegangen wird.
  • Die Mütter haben ein Recht auf Information über die NIPT-Tests.
  • Schätzungen zufolge werden etwa 90 Prozent aller Föten, bei denen Hinweise auf Trisomie 21 vorliegen, abgetrieben.
  • Deutschlandweit leben nach Hochrechnungen des Deutschen Down-Syndrom-Info-Centers rund 30.000 bis 50.000 Menschen mit Trisomie 21.
  • Die Stadt Berlin ist eine der Städte, in denen die NIPT-Tests am häufigsten eingesetzt werden.