Spannungsfeld Schienenmaut: Droht jetzt das Aus für günstigen Nahverkehr in Deutschland?
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat am Donnerstag die Trassenpreisbremse für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Deutschland für…
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Fakten
- Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg hat die Trassenpreisbremse für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Deutschland für nicht rechtens erklärt.
- Die Regionalzüge hierzulande gegenüber dem Güter- und Fernverkehr auf der Schiene bevorzugt werden.
- Der Grund dafür ist, dass nur die ersten eine Preisbremse erlauben, die durch Bundeszuschüsse das Entgelt für die Schienennutzung verringert und höchstens 1,8 Prozent Steigerung pro Jahr erlaubt.
- Die Trassenpreise für 2025 und das laufende Jahr 2026 werden voraussichtlich neu festgelegt.
- Die Gesamtsumme der zu erwartenden Finanzlöcher könnte bundesweit einen dreistelligen Millionenbetrag umfassen.
- Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter fordert den Bund auf, die Länder nicht auf den zu erwartenden Mehrkosten sitzen zu lassen.
- Der Bundesverkehrsministerium arbeitet an einer Reform des Trassenpreissystems seit Längerem.
- Die Reform soll 2027 wirksam werden und bietet sich nun auch als Gelegenheit für eine andere Verteilung der Kosten auf die unterschiedlichen Verkehrsarten auf der Schiene.
- Die Trassenpreisbremse ist 2016 auf Drängen der Länder bei den Beratungen zum Eisenbahnregulierungsgesetz in den Gesetzestext aufgenommen worden.
- Die Länder wollen Sicherheit haben, dass ihre Verkehrsverträge dauerhaft finanzieren können.
- Der Hintergrund ist, dass die Entgelte für die Infrastrukturnutzung, vor allem die Trassenpreise, stark gestiegen sind.
- Die Ungleichbehandlung der Sparten fiel zunächst kaum ins Gewicht, weil die Trassenpreise lange Zeit insgesamt nur minimal anstiegen.
- In den meisten Nachbarländern gilt das Grenzkostenprinzip: Bahnunternehmen müssen nur für die Kosten aufkommen, die unmittelbar durch die Zugfahrt verursacht werden.
- Die Trassenpreisbremse ist ein wichtiger Punkt in der Diskussion über eine Reform des Schienenpersonennahverkehrs.
- Der Bundesverband SchienenNahverkehr fordert den Bund auf, die Finanzierungslücke zu schließen.
- Die Trassenpreise für 2025 und 2026 werden auch von den privaten Güterbahnen (NEE) kritisiert.
- Die falschen Trassenpreisrechnungen für 2025 und 2026 müssen schnellstmöglich rückabgewickelt werden.