None

Missbrauch in der Kirche: „Correctiv“-Bericht weist auf mögliche Vertuschung im Vatikan hin

Ein Bericht der Rechercheplattform „Correctiv“ sieht Hinweise auf eine mögliche Vertuschung von Fällen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirc…

Fakten

  • Der Bericht der Rechercheplattform „Correctiv“ sieht Hinweise auf mögliche Vertuschung von Fällen sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche durch den Vatikan.
  • Joseph Ratzinger, der spätere deutsche Papst Benedikt XVI., erwähnt wird im Bericht.
  • 20 gesammelte Briefwechsel zwischen Bischöfen aus aller Welt an den Vatikan untersucht wurden.
  • Die Meldung von sexuellem Missbrauch in den Bistümern wurde nach einer 2001 eingeführten Pflicht systematisch aufbewahrt und mit Protokollnummern erfasst.
  • Der Vatikan handelte bei solchen Fällen erst spät, hob Strafen sogar wieder auf und wahrte stets absolute Geheimhaltung.
  • Die Glaubenskongregation, heute Dikasterium für die Glaubenslehre, stand Ratzinger vor seiner Wahl zum Kirchenoberhaupt mehr als 20 Jahre vor.
  • Ratzinger wurde 2005 zum Pontifex gewählt und trat 2013 überraschend zurück.
  • Der emeritierte Papst Benedikt XVI. starb am 31. Dezember 2022 im vatikanischen Kloster „Mater Ecclesiae“.
  • Es wird davon ausgegangen, dass es in den Archiven des Vatikans bestimmte Dokumente gibt, die nicht veröffentlicht werden dürfen.
  • Papst Franziskus erwähnte in seiner wenigen Monate vor seinem Tod 2025 veröffentlichten Autobiografie eine „große weiße Kiste“ mit Dokumenten über verschiedene Skandale der katholischen Kirche.
  • Die von „Correctiv“ durchgesehenen Dokumente sollen belegen, dass Missbrauchsfälle in den Archiven des Vatikans geheim gehalten und in einem ‚bürokratischen System verschwinden‘ gelassen wurden.
  • „Correctiv“ erhielt nach eigenen Angaben keine Antwort verschiedener Stellen im Vatikan auf Anfragen zu seinen Rechercheergebnissen.
  • Die Deutsche Presse-Agentur hat ebenfalls um eine Stellungnahme gebeten, zunächst aber ebenfalls keine Antwort erhalten.