Mordversuch mit Mäusegift: Vater gibt Tochter tödliche Dosis – Gericht verhängt acht Jahre Haft
Wegen Mordversuchs an seiner kleinen Tochter ist ein Vater vor dem Landgericht Landshut zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Kammer sah es als …
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Fakten
- Ein Vater ist wegen Mordversuchs an seiner Dreijährigen zu acht Jahren Haft verurteilt worden.
- Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann der Dreijährigen eine selbst gefertigte, mit Mäusegift gefüllte Plombe aus Frischhaltefolie zum Schlucken gab.
- Wichtigstes Indiz sei die DNA-Spur des Mannen im Inneren der Plombe.
- Zudem habe sich in der Folie genau die für ein Kind in dem Alter passende Dosis Gift befunden.
- Auch Aussagen des Mädchens seien plausibel.
- Die Dreijährige habe etwa einer Erzieherin von sich aus erzählt, dass ihr der Vater etwas in den Mund getan habe und sie dann in das Krankenhaus gekommen sei.
- Der Angeklagte seiner Tochter die Kapsel verabreichte, ehe er sie zur Mutter zurückbrachte.
- Es bestehe kein Zweifel daran, dass er das Kind umbringen wollte.
- Die Richter sahen das Mordmerkmal der Heimtücke als gegeben an.
- Dass das Mädchen nicht starb, sei dem Zufall überlassen gewesen.
- Der Angeklagte sei überdies mit hoher krimineller Energie vorgegangen.
- Die Verteidigung hatte argumentiert, dass die Mutter des Mädchens die Tat fingiert und die Plombe in dem Erbrochenen platziert hat, um dem Vater zu schaden.
- Die Vorsitzende Richterin sagte dazu: Sollte die Mutter das Geschehen inszeniert haben, hätte sie Erbrochenes mit passendem Inhalt - Hähnchen mit Pommes - beschaffen oder das Kind zum Erbrechen bringen müssen.
- Die Kammer sprach den Mann in dem Indizienprozess auch der gefährlichen Körperverletzung und der Misshandlung Schutzbefohlener schuldig.
- Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
- Der Prozess fand im Landgericht Landshut statt.