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Kretschmer will Satellitenproduktion nach Sachsen holen

Sachsen hat gute Chancen, Teil-Standort für ein milliardenschweres Satelliten-Projekt zu werden. Der Freistaat konkurriert um die Ansiedlung neuer Fe…

Fakten

  • Sachsen hat gute Chancen, Teil-Standort für ein milliardenschweres Satelliten-Projekt zu werden.
  • Der Freistaat konkurriert um die Ansiedlung neuer Fertigungsstätten des Bremer Satellitenherstellers OHB zur Kleinserienproduktion von Satelliten.
  • Sachsen verfügt mit seiner Hightech-Industrie, einer exzellenten Innovationslandschaft und den gut ausgebildeten und engagierten Fachkräften über herausragende Voraussetzungen für die Satellitenproduktion.
  • Das Projekt „SatcomBW Stufe 4“ soll das größte Raumfahrtprojekt Deutschlands werden.
  • Der Auftragswert wird insgesamt auf acht bis zehn Milliarden Euro geschätzt – und macht das Projekt auch industriepolitisch hoch relevant.
  • Sachsen ist für OHB-Vorständin Sabine von der Recke ihr „persönlicher Favorit“.
  • Sachsen hat alle Voraussetzungen, um zur Verteidigungsfähigkeit unseres Landes erheblich beizutragen, und ich finde, man kriegt schon damit, dass sich die Entscheidungsträger auch dafür stark machen.
  • Der Standort in Sachsen konkurriert mit Bremen und Neuss in Nordrhein-Westfalen (NRW).
  • Fällt die Wahl auf Sachsen, wäre das der Einstieg in eine neue industrielle Wertschöpfungskette.
  • Im Freistaat würde nicht mehr nur jeder dritte europäische Chip produziert, erstmal würden vor Ort komplette Raumfahrtprodukte entstehen.
  • Das könnte zusätzliche Nachfrage bei Zulieferern und im Arbeitsmarkt auslösen und Sachsen stärker in sicherheitsrelevante Industrien einbinden.
  • Die Rüstungsindustrie wächst seit dem russischen Angriff auf die Ukraine rasant.
  • Gleichzeitig trifft die Krise der Autozulieferer viele Regionen in Sachsen und Ostdeutschland besonders hart.
  • Die neue Studie „Wachstumsbranche Defence, eine Option für die Automobilzulieferindustrie“ vom Verband Automotive Thüringen sieht Chancen, Produktionskapazitäten umzulenken: von Karosserieteilen und Elektronik hin zu militärischen Anwendungen.
  • Projekte wie die Satellitenproduktion könnten diesen Wandel beschleunigen.
  • Erfolgversprechend sei vor allem, Teile oder Komponenten an Rüstungsunternehmen zu liefern oder sich mit anderen Unternehmen zusammenzutun, die schon in diesem Bereich tätig sind.
  • Am 5. März traf sich OHB mit Rheinmetall sowie Airbus und dem Bundesamt für Ausrüstung der Bundeswehr.
  • Die Bieter müssen nun ein Konzept vorlegen, inklusive möglicher Produktionsstandorte.
  • Die Ausschreibung hat die Bundeswehr Anfang März verschickt – mit geheimen technischen Details.
  • OHB ist längst in Sachsen gelandet – bislang allerdings vor allem im Forschungsumfeld, nicht in der industriellen Produktion.
  • In Görlitz betreibt die Tochter Digital Connect bereits eine Außenstelle.
  • Und Ende Oktober 2025 übernahm das Unternehmen zudem den Elektronikhersteller TechniSat in Schöneck.
  • Doch bei der TechniSat-Übernahme im Herbst mahnte OHB-Vorstandsvorsitzender Marco Fuchs: „Für die moderne Raumfahrt, die vor allem aus Satellitenkonstellationen besteht, müssen wir in ganz neuen Stückzahlen denken.“
  • Sachsen liegt in Deutschland.