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Können Magic Mushrooms Depressionen lindern? Neue Studie zu Psilocybin liefert Antworten – und neue Zweifel

Psilocybin gehört zur Gruppe der Psychedelika, der bewusstseinsverändernden Drogen. Doch seit einiger Zeit wird der Wirkstoff der „Magic Mushrooms“ a…

Fakten

  • Psilocybin gehört zur Gruppe der Psychedelika, der bewusstseinsverändernden Drogen.
  • Die Studie hatte 144 Patientinnen und Patienten mit schwer behandelbarer Depression mit Einzeldosen Psilocybin oder einem Placebo behandelt und sie psychotherapeutisch begleitet.
  • Das Psychedelikum war dabei nicht ganz so stark wirksam, wie es sich die Forschenden erhofft hatten.
  • Die Symptome hatten sich aber dennoch verbessert.
  • Ein Unterschied von etwa drei bis fünf Punkten auf einer Diagnoseskala (der „Hamilton Rating Scale for Depression“) sei als klinisch bedeutsam definiert.
  • Dieser sei in der Studie erreicht worden: "Das spricht dafür, dass die therapeutischen Effekte für die Patienten und Patientinnen eine spürbare Verbesserung bedeuten".
  • Die Studienergebnisse würden zudem darauf hindeuten, dass eine einzige Dosis für die Behandlung ausreichen könne.
  • Psilocybin und andere Psychedelika haben ein großes Potenzial für die Behandlung verschiedener psychiatrischer Störungen, darunter auch Depressionen.
  • Der Ansatz, die nur ein oder zweimalige Psilocybingabe mit Psychotherapie zu kombinieren, sei besonders interessant.
  • Dieser Ansatz zielt darauf ab, nicht nur Symptome zu reduzieren, sondern längerfristige Veränderungen anzustoßen.
  • Die Dauermedikation mit klassischen Antidepressiva habe positive Emotionen gedämpft.
  • Psychedelika wie Psilocybin seien nicht frei von Nebenwirkungen.
  • Sie könnten aber in seltenen Fällen anhaltende Nebenwirkungen wie Psychosen oder anhaltende Wahrnehmungsstörungen auslösen.
  • Die Studie sei eine wichtige Arbeit im Feld der psychedelischen Therapie in der Psychiatry.
  • Es handele sich um eine sehr wichtige Studie, die für mich klinisch relevant und vielversprechend ist.
  • In Europa werden Behandlungen vorerst noch nur in Studien oder in speziellen limitierten Zugangs-Programmen möglich sein.
  • Noch zu erforschen sei, ob die Psychedelika zusätzlich zu Antidepressiva eingesetzt werden könnten.
  • Die Teilnehmenden waren besonders schwer erkrankte Patientinnen und Patienten, die bereits auf mehrere Therapien nicht angesprochen hatten.
  • Es gebe aber dennoch großes Potenzial von Psilocybin in der Behandlung der Depression.
  • Ein „starker Hype“ um die Psychedelika entstanden sei wegen des Mangels an neuen Behandlungsmethoden bei Depressionen.
  • Es gäbe aber noch weitere Studien nötig, bevor Psilocybin als Medikament zugelassen werden kann.
  • Bei einer möglichen Zulassung bräuchte es strenge Vorgaben, um sicherzustellen, dass die Patienten oder Patientinnen nicht destabilisiert werden.
  • Psilocybin und ähnliche Substanzen könnten die Auseinandersetzung mit den psychischen Mechanismen der Symptome erleichtern und so zu einer Lösung von alten Denk- und Verhaltensmustern führen.