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VW in der Krise: Oliver Blume zu Sparprogrammen und Kooperationen mit der Rüstungsindustrie
Herr Blume, es gab riesige Aufregung um den vermeintlichen 60-Milliarden-Sparhammer beim Volkswagen-Konzern. Sie sollen das Ziel ausgegeben haben, da…
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Fakten
- Die Volkswagen AG hat ein Sparprogramm von 60 Milliarden Euro eingeführt, um die Kosten zu senken.
- Das Ziel des Programms ist es, die Kosten um 20 Prozent zu reduzieren.
- Der Konzern hat bereits erste positive Effekte der Restrukturierung erzielt.
- In den drei Fabriken in Wolfsburg, Zwickau und Emden wurden im Jahr 2025 allein die Kosten um mehr als 20 Prozent gesenkt.
- Die Volkswagen AG hat einen historisch hohen Marktanteil von 25 Prozent in Europa.
- Das Unternehmen hat in den letzten beiden Jahren 60 neue Modelle auf den Markt gebracht.
- Die Volkswagen AG hat noch nie so viele renommierte Preise für ihre Autos abgeräumt wie im Moment.
- Der Konzernvorstand Oliver Blume hat gesagt, dass die Kosten pauschal um 20 Prozent gesenkt werden müssen.
- Es gibt jedoch keine internen Dokumente, die dies bestätigen.
- Die Volkswagen AG hat in den letzten drei Jahren mit der Sanierung und Neuausrichtung des Konzerns gut vorangekommen.
- Der Konzern hat seine bestehenden Performance-Programme gezeigt, die bereits Wirkung haben.
- Die Volkswagen AG will bis 2030 Kosteneinsparungen allein über ihre Zukunftspakete von mehr als sechs Milliarden Euro pro Jahr erzielen.
- Das Unternehmen macht in allen Kostenarten entschlossen weiter.
- Die Volkswagen-Zahlen sehen nicht gut aus, da das Unternehmen einen Gewinneinbruch von 44 Prozent für das Jahr 2025 verkündet hat.
- Außerdem werden konzernweit 50.000 Stellen bis zum Jahr 2030 abgebaut.
- Es gibt zwei Seiten derselben Medaille: Das Unternehmen will besser werden und sieht zugleich Fortschritte.
- Die Volkswagen AG hat die Substanz des Konzerns gestärkt, zum Beispiel über die frische Produktpalette.
- Gleichzeitig spüren wir starke globale Gegenwinde, wie höhere Zölle in den USA, über 150 Wettbewerber in China und einen schrumpfenden Markt in Europa.
- Das einstige Geschäftsmodell funktioniert heute nicht mehr - Autos in Deutschland zu entwickeln, in Europa zu bauen und in alle Welt zu exportieren.
- Es geht für das Unternehmen in die nächste Phase der Transformation.
- Das Anpassen unseres Geschäftsmodells an neue, globale Spielregeln erfordert Kraft.
- Die Kraft müssen wir durch Kostendisziplin, Synergien und das Reduzieren von Komplexität erzeugen.
- Der Betriebsrat fordert wegen des Netto-Cashflows eine Anerkennungsprämie für die Belegschaft.
- Wie ist da der Stand der Dinge? Der Konzernvorstand wird sich mit der Forderung nach einer sogenannten Anerkennungsprämie ergebnisoffen auseinandersetzen.
- Das haben wir in dieser Form auch auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg deutlich gemacht.
- Sie würde aber an den Fortschritt im Unternehmen gekoppelt und hat nichts mit dem Cash-Flow als Bilanzkennzahl zu tun.
- Die Volkswagen AG ist heute schon unterwegs - insbesondere bei den Lkw. in der Rüstungsindustrie.
- Es bleibt dabei: Wenn wir im Rüstungsbereich unterstützen, dann im Transport.
- Wir sind im Gespräch mit Rüstungsherstellern und auch im Kontakt mit der Bundesregierung.
- Wenn es um Rüstung geht, ist man schnell bei Osnabrück.
- In einem Jahr läuft dort die Produktion des T-Roc Cabrio aus.
- Zuletzt waren Bilder eines für Rüstungszwecke umgebauten VW Amarok zu sehen.
- Welche konkreten Pläne hat VW für den Standort? Ich habe in meiner Zeit als CEO von Porsche lange mit den Kolleginnen und Kollegen in Osnabrück zusammengearbeitet.
- Die Osnabrücker sind eine fleißige, kreative und leidenschaftliche Mannschaft.
- Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch keine Entscheidungen zur künftigen Ausrichtung des Standorts.
- Es laufen Gespräche in verschiedene Richtungen.
- Gibt es eine Frist, bis wann es entschieden sein muss? Die Fertigung des VW T-Roc-Cabrio läuft 2027 aus.
- Ziel ist es, bis dahin eine langfristige industrielle Perspektive für den Standort zu entwickeln.
- Wenn der T-Roc ausläuft, werden wir keine eigene Fahrzeugproduktion weiterführen.
- Wir sehen uns aber in der Verantwortung, dort eine Folgenutzung hinzubekommen, die gleichermaßen die Interessen des Unternehmens und der Beschäftigten berücksichtigt.
- So ist es auch mit der Arbeitnehmerseite vereinbart worden.
- Das VW-Werk in Emden wird wohl auch die Kostenziele reißen.
- Welche Zukunft hat Emden im Konzern? Wird dort künftig der ID. Tiguan gebaut?
- Einen Namen haben wir offiziell noch nicht verkündet, aber ein vollelektrisches Fahrzeug in diesem wichtigen Segment muss und wird auf neuer Plattform kommen.
- Wir sind auch auf der Designseite schon gut unterwegs, ähnlich wie beim ID. Golf.
- Was die Kosten in den einzelnen Werken angeht: Wir werten den Fortschritt regelmäßig aus.
- Wenn Ziele verfehlt wurden, werden wir uns die Gründe anschauen.
- Eine mögliche Minderauslastung in einem Werk kann jedenfalls nicht der Belegschaft zugeschrieben werden.
- Ich schaue sehr differenziert darauf.
- Klar ist aber auch: Am Ende entscheidet die Wettbewerbsfähigkeit über die Zukunft eines Standorts.
- In Hannover ist es so, dass der ID. Buzz schon lange hinter den Erwartungen zurückbleibt.
- Der Elektro-Bulli gilt als Nischenprodukt und als zu teuer.
- Das Einsteiger-Modell gibt es ab etwa 50.000 Euro.
- Wäre es nicht besser, das Modell einfach auslaufen zu lassen? Nein.
- Der ID. Buzz ist ein fantastisches Auto, bei Kundinnen und Kunden weltweit sehr beliebt.
- Zuletzt ist er beim Wettbewerb Best Cars von „Auto, Motor und Sport“ ausgezeichnet worden.
- Hinter dem Preis steht ein Fachpublikum.
- Wir haben die Auslieferungszahlen im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln können.
- Und mit einem Marktanteil von 25 Prozent bleibt der ID. Buzz unangefochtener Marktführer in seinem Segment in Europa.
- Jetzt geht es darum, die hohe Kostenposition weiter zu senken, und zwar auf der Fabrik- wie der Materialseite.
- Aber das Produkt ist klasse.
- Ich persönlich fahre den ID. Buzz und bin total überzeugt.