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Was wird aus dem digitalen Briefgeheimnis?

Wer über Instagram private Nachrichten austauschen will, der hat bald einen Mitleser mehr: den US-Konzern Meta, der die Plattform betreibt. Der will …

Fakten

  • Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird bei Instagram abgeschafft.
  • Die Abschaffung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung tritt am 8. Mai in Kraft.
  • Meta begründet die Abschaffung damit, dass die Funktion kaum genutzt worden sei.
  • Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung war bei Instagram nie standardmäßig aktiviert.
  • Die Funktion wurde erst 2023 verfügbar und musste über die Einstellungen explizit eingeschaltet werden.
  • Der Apple-Dienst iMessage gilt als einer der ersten mit dieser Technik.
  • Signal führte 2013 mit seinem Start ebenfalls unmittelbar die Verschlüsselung ein.
  • Whatsapp von Meta zog erst 2016 nach und setzt seither auf das von Signal entwickelte Protokoll.
  • Der Dienst Telegram von Pawel Durow ist als unsicher gilt.
  • Tiktok erklärt, bei seinen Direktnachrichten keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung einführen zu wollen.
  • Die britische Kinderschutzorganisation NSPCC und die Internet Watch Foundation (IWF) begrüßen den Entschluss.
  • Datenschützer und Netzaktivisten beobachten die Entwicklung mit Besorgnis.
  • Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird auch in anderen Ländern wie Indien und der EU diskutiert.
  • Der britische Online-Safety-Act von 2023 verpflichtet Dienste dazu, nach illegalen Inhalten zu scannen.
  • Die EU-Pläne für eine Chatkontrolle scheiterten mehrfach, zuletzt im Herbst vergangenen Jahres.
  • Die sogenannte freiwillige Chatkontrolle in der EU endet am 3. April.
  • Bisher war es möglich, Nachrichten nicht auf kinderpornografische Inhalte zu überprüfen.
  • Anbieter wie Microsoft, Google und Snapchat nutzen Erkennungstools, um solche Inhalte zu überprüfen.
  • Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wird auch in Kalifornien, New Mexico und West Virginia diskutiert.
  • Gerichtsverfahren in diesen Bundesstaaten könnten die Entscheidungen von Meta beeinflussen.
  • Meta hat sich in den vergangenen Jahren noch völlig anders positioniert, als es jetzt der Fall ist.
  • Mark Zuckerberg hatte 2019 erklärt, dass Datenschutz den Menschen die Freiheit gibt, sie selbst zu sein und auf natürlichere Weise in Kontakt zu treten.
  • Die Entscheidungen von Meta könnten eine Art Entgegenkommen sein, um mögliche juristische Folgen abzuschwächen.
  • Druck auf Meta gibt es auch aus anderen Ländern wie den USA und Indien.
  • Die EU-Pläne für eine Chatkontrolle zeigen jedoch auch, dass ein Abgesang auf das digitale Briefgeheimnis verfrüht wäre.