Newsletter US-Radar: Trumps Wirtschaftspolitik
Liebe Leserinnen und Leser, ich war heute im Supermarkt meines Viertels in Brooklyn einkaufen. Auf dem Zettel standen zehn Sachen: Eier, Tomaten, S…
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Fakten
- Die offizielle Inflationsrate der USA lag im Februar bei 2,4 Prozent im Jahresvergleich.
- Die tatsächliche Inflation liegt eher bei 2,7 Prozent, wie von Ökonomen wie Mark Zandi von Moody’s geschätzt.
- In Deutschland lag die Teuerung zuletzt bei 1,9 Prozent.
- 62 Prozent der Amerikaner sagen, dass steigende Preise sie „sehr oder extrem besorgt“ machen.
- 51 Prozent der Amerikaner leben nach eigener Einschätzung wie Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck.
- 67 Prozent der Vollzeitbeschäftigten beschreiben sich selbst so.
- Mehr als die Hälfte der US-Amerikaner sagen, dass sie ihren nächsten Lohn zwangsläufig für den kommenden Monat benötigen.
- Die Gehälter der oberen Einkommensgruppen wuchsen im Herbst 2025 um rund vier Prozent im Jahresvergleich.
- Der Mittelstand kam auf zwei Prozent, während die unteren Einkommen nur ein Prozent wuchsen.
- Die Inflation lag gleichzeitig bei etwa drei Prozent, was in Reallöhnen bedeutet, dass wer wenig verdient, verliert zwei Prozent Kaufkraft.
- Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer, da die Inflation fast 27 Prozent betrug von Januar 2020 bis heute.
- Donald Trump gewann die Wahl 2024 mit einem zentralen Versprechen: Preise runter, Löhne rauf.
- Die Zölle, die er 2025 verhängte, kosteten den durchschnittlichen US-Haushalt rund 1.000 Dollar im Jahr 2025.
- Politiker wie Senator Bernie Sanders werden von Vertretern beider Parteien regelmäßig als kommunistische Bedrohung oder linke Fantasen abgestempelt.
- Die Reichen profitieren extrem stark von der Wirtschaft, während die Mehrheit existenzsorglich ist.
- Die Zahlen sprechen Bände: Vom wirtschaftsstärksten Land in der Geschichte der Menschheit profitiert eine Minderheit extrem stark, der Rest kaum.
- Donald Trump hatte nie einen echten Plan, aber als Abrissbirne des Establishments war er für viele die größte Hoffnung auf einen Neuanfang.
- Die Hoffnung ist für die meisten heute zerplatzt, was sich in historisch schlechten Umfragewerten des Präsidenten niederschlägt.
- Das alte Clinton-Motto gilt auch 2026: „It’s the economy, stupid!“ – nur die Wirtschaft zählt.
- Donald Trump liebt die 145-Dollar-Lederschuhe der Traditionsmarke Florsheim so sehr, dass er sie an sein halbes Kabinett verschenkt.
- Die Pointe: Ausgerechnet Florsheims Mutterkonzern Weyco verklagt die Trump-Regierung wegen der Zölle, die der Firma Millionen kosteten.
- CEO Tom Florsheim sagte in einem Interview nüchtern: „Die Idee hinter den Zöllen war eigentlich wirtschaftsfreundlich. Irgendwie ist der wirtschaftsfreundliche Teil verlorengegangen.“
- Die Songwriterin Diane Warren wurde am Sonntagabend bei den Oscars zum 17. Mal nominiert – und verlor zum 17. Mal.
- Kein Mensch in der Geschichte der Academy Awards wurde so oft übergangen.
- Diane Warren schrieb die großen Powerballaden der 90er – „I Don’t Want to Miss a Thing“ für Armageddon, „How Do I Live“ für Con Air.
- Sieht man sich an, dass sie in elf der letzten zwölf Jahre nominiert wurde, oft für Filme, die kaum jemand gesehen hat.
- Ihre diesjährige Nominierung? Für den Dokumentarfilm „Diane Warren: Relentless“ über sich selbst.
- Die Nominierung entscheiden 421 Mitglieder der Musik-Sparte, unter denen Warren offensichtlich treue Fans hat.
- Aber den Gewinner bestimmen über 10.000 Akademie-Mitglieder – und die kennen sie schlicht nicht gut genug.
- „Na ja, wenigstens bin ich konsequent! Und heute Abend habe ich einen neuen Rekord aufgestellt!!“, schrieb Warren auf Facebook nach der Verleihung am Sonntag.
- 2022 bekam sie zwar einen Ehren-Oscar. Aber das zählt in diesem Blutsport nicht.
- Nach einem der härtesten Winter seit Langem sehen New Yorks Straßen aus wie Schweizer Käse – so beschrieb es ein Bewohner der Bronx dem Sender ABC7.
- Bürgermeister Zohran Mamdani schickte am Samstag 80 Reparaturtrupps gleichzeitig in alle fünf Stadtbezirke, um in einem Tag Tausende Schlaglöcher zu füllen.
- Das Ergebnis: über 7000 Löcher gestoppt in 24 Stunden.
- Seit Jahresbeginn hat die Stadt bereits mehr als 50.000 Schlaglöcher repariert, allein in der vergangenen Woche über 10.000.
- Marode Straßen in New York sind nicht nur ein holpriges Vergnügen, sondern können auch gefährlich sein.
- Ein Autobesitzer sagte dem Sender NY1, er habe in drei Monaten drei Reifen verloren.
- Und ein gewisser US-Radar-Newsletter-Schreiber kann berichten, dass er mehrmals nur knapp den Untiefen der Löcher mit gekonnten Manövern entkommen ist.
- Allzeit gute Fahrt wünscht Benno Schwinghammer
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