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Wieder ÖPNV-Streiks in Sachsen: Welche Städte betroffen sind und was noch fährt
Eine regelrechte Streikwelle geht durch die Nahverkehrsbetriebe in Sachsen. Nach den großen Arbeitskämpfen der vergangenen Monate sind in dieser Woch…
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Sachsen ist eine Bundesländer in Deutschland
- Die regelmäßigen Streikwelle geht durch die Nahverkehrsbetriebe in Sachsen
- Mittelsachsen (Döbeln, Freiberg), die Region Chemnitz, Ostsachsen (Bautzen, Görlitz), Dresden und der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind von Warnstreiks betroffen
- Die ÖPNV-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter legen ihre Arbeit nieder, die dem Tarifvertrag des Arbeitgeberverbands Nahverkehr (AVN) Gruppe Sachsen unterliegen
- Die festgefahrenen Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den jeweiligen Verkehrsunternehmen sind Grund für den Streik
- Regionalbusse fallen vielerorts aus, auch Fähren und einige Straßenbahnen sind betroffen
- Regionalzüge, S-Bahnen und der Fernverkehr der Deutschen Bahn sind vom Warnstreik nicht betroffen und fahren regulär
- In Mittelsachsen streiken die Fahrer der Regiobusse bereits seit Montag, 3 Uhr
- Die Betriebshöfe Freiberg, Döbeln und Eppendorf sind betroffen
- Bis Dienstag, 3 Uhr soll der Warnstreik andauern
- Ähnlich im Südwesten: Mitarbeiter der Regionalverkehr Westsachsen GmbH (RVW) legen am Montag im Bereich Chemnitz, Limbach-Oberfrohna, Hohenstein-Ernstthal und Lichtenstein die Arbeit nieder
- Am Dienstag fallen außerdem zahlreiche Busverbindungen in Ostsachsen, in den Landkreisen Bautzen und Görlitz aus
- In Dresden sind von Donnerstag, dem 19. März, bis 3 Uhr am nächsten Morgen neue Warnstreiks im ÖPNV geplant
- Der Regionalverkehr Sächsische Schweiz–Osterzgebirge (RVSOE) folgt laut Verdi direkt im Anschluss, am Freitag, dem 20. März
- In der Region Döbeln fallen viele Regiobus-Verbindungen aus
- Vereinzelt fahren bestimmte Buslinien, wie die 750, 904 oder 905 - die meisten Fahrten waren aber für den Morgen geplant
- Der Stadtverkehr in Döbeln fährt laut den Angaben gar nicht
- Auch in der Oberlausitz fährt wenig
- Nur die Busse, die durch Subunternehmen betrieben werden, sind nicht betroffen
- In Dresden und Umgebung werden streikbedingt voraussichtlich verschiedene Busse und Fähren der DVS ausfallen
- Die DVS ist eine hundertprozentige Tochter der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) und betreibt in ihrem Auftrag mehrere Buslinien
- Außerdem betreibt sie die Fährverbindungen Johannstadt – Neustadt, Laubegast – Niederpoyritz und Kleinzschachwitz – Pillnitz
- Straßenbahnen und einige Buslinien fahren demnach wie gewohnt durch Dresden
- Auch S-Bahnen und Regionalzüge sind nicht vom Streik betroffen
- Der Busverkehr und die Fähren im Umland werden aber voraussichtlich am Tag darauf stark eingeschränkt
- Verdi erneut die Mitarbeiter des Regionalverkehrs Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (RVSOE) zu einem Ausstand aufruft
- Teilauto, Mobicars, Mobibikes und verschiedene E-Scooter sind beispielsweise in vielen Städten zu finden
- Vielerorts streiken nicht alle lokalen Verkehrsbetriebe, sodass ohnehin noch einige Busse und Bahnen zur Verfügung stehen
- Doch einige Städte und Dörfer, die besonders viele Ausfälle erwarten, haben auch spezielle Notfahrpläne eingerichtet
- Die Görlitzer Verkehrsbetriebe (GVB) haben trotz des Streiks möglichst vielen Görlitzern ihre Fahrten ermöglichen wollen
- Für die Unannehmlichkeiten bittet Verdi betroffene Fahrgäste sowie Schülerinnen und Schüler um Verständnis
- Die Schulpflicht gilt trotz des Warnstreiks im Nahverkehr
- Beim vergangenen Streik im Nahverkehr Anfang Februar informierten verschiedene Schulen im Vorfeld, dass der Warnstreik „kein pauschaler Entschuldigungsgrund“ sei
- Auch ein längerer Fußweg oder das Bilden von Fahrgemeinschaften gelten als zumutbar
- In der Region Döbeln funktioniert das bereits
- Die meisten Schülerinnen und Schüler erschienen beispielsweise trotz Streik im Gymnasium Döbeln und in der Grundschule Waldheim
- Nur wenige meldeten sich für den Tag ab
- Arbeitnehmer tragen das Wegerisiko, heißt, sie sind selbst dafür verantwortlich, pünktlich an der Arbeit zu erscheinen
- Ein Streik ist kein genereller Grund zum Fernbleiben – ähnlich wie es Glätte oder ein kaputtes Auto ebenfalls nicht sind
- Hintergrund sind die laut Verdi festgefahrenen Tarifverhandlungen für die Mitarbeitenden der AVN-Gruppe Sachsen
- Seit der ersten Verhandlungsrunde im Januar fordert die Verdi-Tarifkommission deutlich bessere Arbeitsbedingungen – etwa mehr Urlaub und geregeltere Schichtzeiten – und eine höhere Vergütung, auch für Auszubildende
- Die dritte Verhandlungsrunde am 4. März 2026 endete ohne Ergebnis
- Das letzte Angebot der Arbeitgeber war laut Verdi „insgesamt unzureichend“
- Weshalb die Beschäftigten der ÖPNV-Betriebe keine andere Möglichkeit sähen, „als ihren berechtigten Forderungen nun mit Streikmaßnahmen Nachdruck zu verleihen“
- „Ziel ist es, die Arbeitgeber zurück an den Verhandlungstisch zu bewegen und einen tragfähigen Kompromiss zu erreichen“, erklärt Verdi-Verhandlungsführer Sven Vogel
- Für die Unannehmlichkeiten bittet Verdi betroffene Fahrgäste sowie Schülerinnen und Schüler um Verständnis