Toxische Männlichkeit: Die Monster, die wir schufen
Es war einmal eine Zeit, in der es so vielen Menschen wie nie zuvor so gut ging wie nie zuvor in der Geschichte der Welt. Der sogenannte Westen lebte…
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Fakten
- Der Westen lebte in Frieden und Wohlstand nach dem Zweiten Weltkrieg.
- Die Nachkriegszeit war eine beispiellose friedliche, freie, gesunde und reiche Phase.
- Die Wut, die sich durch den Westen frisst, ist eine durch und durch männliche Kraft.
- Fast 90 Prozent der Abgeordneten der AfD im Bundestag sind Männer.
- Der Männerüberhang unter Wählern ist unbestreitbar.
- In Deutschland dient die Anti-Euro-Partei als Vehikel für die Wut.
- Die Machtübernahme und die Unterwanderung demokratischer Institutionen stehen in Deutschland kurz bevor.
- Männlicher Frust ist der Nährboden für toxische Männlichkeit.
- Der moderne Mann wird weniger gebraucht als zuvor, sein Nutzwert ist dramatisch geschrumpft.
- Die Nachfrage nach männlichen Partnern ist aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und der kulturellen Liberalisierung krass gefallen.
- In Deutschland gibt es eine zunehmende Zahl von Männern, die das geworden sind, was die internationale Forschung „double losers“ nennt: Doppelte Verlierer, die weder Arbeit noch Partnerin finden.
- Die Selbstmordrate von jungen Männern in Deutschland ist mehr als viermal höher als die von jungen Frauen.
- In den USA hat sich die Zahl der „Deaths of Despair“, die auf Drogen, Alkohol oder Freitod zurückzuführen sind, unter Männern der Arbeiterschicht seit 1991 mehr als verdreifacht.
- Die Verluste reichen tiefer: Männer in den Augen linker Aktivisten von potenziellen Opfern wirtschaftlicher Ausbeutung zu potenziellen Tätern mutiert.
- Der moderne Fokus im Kampf gegen Ungerechtigkeit bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung als im Zweifel frauenfeindlich, rassistisch, homophob, nicht umweltbewusst, nicht achtsam und ungeschliffen wahrgenommen wird.
- Die Identitätspolitik erklärt „toxische Männlichkeit“ ausgerechnet in dem Moment zum Problem, in dem sich der westliche Mann weniger toxisch benimmt denn je.
- Der französisch-italienische Publizist Giuliano da Empoli bezeichnet das, was über den Westen gekommen ist, als „Stunde der Raubtiere“. Das liberale System wird von innen und von außen mit einer Schnelligkeit, Rücksichtslosigkeit und Aggressivität angegriffen.
- Die Verteidiger von Freiheit und Demokratie stehen vor einem doppelten Dilemma: Sie haben nicht nur einen fuchsteufelswilden Gegner gezüchtet, der kaputt machen will, was ihn kaputt macht. Sondern sie haben außerdem die eigenen Reihen auf so fatale Weise geschwächt, dass sie den Raubtieren wie „rabbits in the headlights“ begegnen – wie vom Scheinwerferlicht geblendete, vor Schreck gelähmte Angsthasen.
- Die derzeitigen Verantwortlichen des Westens haben nie gelernt, mit Monstern und wilden Tieren umzugehen.
- Die Säuberung von Machos im linken Lager ist weit verbreitet.
- Generell aber sind Risikobereitschaft und Mut, Rücksichtslosigkeit gegenüber Bedenkenträgern, Unverschämtheit und ein gesundes Maß an Unanständigkeit viel zu dünn gesät.
- Eine der treffendsten Analysen des Triumphs der Wut bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl lautete: „Die Rechten haben ihre Drecksäcke umarmt, die Linken haben sie rausgeschmissen.“
- Drecksäcke, Behauptungskünstler, Schönlinge, Angeber, Narzissten, Wahnsinnige, Männerversteher und Frauenhelden in den Reihen der Systemverteidiger garantieren das Überleben der Demokratie zwar noch lange nicht.
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