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Granadilla in Spanien: Idyllisch schöner Ort wurde durch einen Irrtum zu einem Geisterdorf

Stell dir vor, du musst dein Haus verlassen – für immer. Denn die Regierung plant dort, wo du wohnst, einen Stausee. Du ziehst weg, lässt dein Zuhaus…

Fakten

  • Granadilla liegt in der Extremadura, einer eher spärlich besiedelten autonomen Region im Westen Spaniens.
  • Die Stadt war bekannt für ihre imposante Festung aus dem 13. Jahrhundert, von der man einen herrlichen Ausblick über die Stadt und die Hügel der Extremadura hatte.
  • Ab 1959 mussten alle knapp 1100 Bewohnerinnen und Bewohner von Granadilla ihre Heimat verlassen.
  • Die Umsiedlung war deshalb schwierig, weil das Geld, das sie von der Regierung für die Aufgabe ihrer Häuser bekamen sollten, erst Jahre später bei ihnen ankam.
  • Das Überflutungsdekret, das von Franco unterzeichnet wurde, gilt noch heute und Granadilla blieb leer.
  • Viele Vertriebene empfanden die Umsiedlung als traumatisch und kämpfen darum, dass sie zumindest auf dem Friedhof ihres Heimatdorfes beerdigt werden dürfen.
  • Ein Haus mit Gedenkstätte im Ortskern soll eingerichtet werden, um die Geschichte von Granadilla zu ehren.
  • Granadilla wurde in der Zwischenzeit saniert; eine Hälfte des Dorfs ist gut erhalten und ein beliebtes Ziel für Touristinnen und Touristen und Fans von Lost Places.