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Buchhändler in Sachsen nach Weimer-Absage: „Die Branche empfindet das als Schlag ins Gesicht“

Auf der Leipziger Buchmesse sollte am 19. März der Deutsche Buchhandlungspreis verliehen werden. Nun hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteil…

Fakten

  • Die Leipziger Buchmesse sollte am 19. März den Deutschen Buchhandlungspreis verliehen werden.
  • Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat die Veranstaltung absagen lassen.
  • Weimer hatte drei linke Buchläden wegen Extremismusverdachts von der Preisträgerliste gestrichen.
  • Die betroffenen Buchläden waren „Rote Straße“ in Göttingen, „Golden Shop“ in Bremen und „Zur schwankenden Weltkugel“ in Berlin.
  • Weimer erklärte, dass die Entscheidung der Linie der Bundesregierung sei, "Extremismus in jeder Form entschlossen und konsequent zu begegnen".
  • Die Absage und das Vorgehen Weimers sorgen bei einigen ausgezeichneten Buchhändlern aus Sachsen für Verärgerung und Unverständnis.
  • Wanda Heinke, Inhaberin der „Buchkrone“ in Zittau, ist "entsetzt" über die Streichung ihrer Buchhandlung von der Preisträgerliste.
  • Heinke kritisiert das Vorgehen Weimers als feige und sagt, dass man die gestrichenen Buchhandlungen nicht einmal in Kenntnis gesetzt wurde.
  • Der Deutsche Buchhandlungspreis ist mit mindestens 7000 Euro dotiert.
  • Die Preisträger dürfen sich zudem Hoffnungen auf höherdotierte Preise (15.000 oder 25.000 Euro) machen.
  • Die Leipziger Buchmesse wird trotz der Absage Weimers weiterhin stattfinden.
  • Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat angekündigt, die Preisträger nun an seinem eigenen Stand auf der Buchmesse zu feiern.
  • Ute Sauermann von der Buchhandlung Sauermann aus Radebeul ist auch in Leipzig vor Ort und sieht den Preis als "Ritterschlag".
  • Jörg Stübing, Inhaber des Ladens „Büchers Best“ in der Dresdner Neustadt, sieht den Preis als "tief beschädigt" an.
  • Stübing kritisiert das intransparente Vorgehen bei der Überprüfung der gestrichenen Buchläden.
  • Sven Lehmann (Bündnis 90/Die Grünen) hat Weimer für sein Vorgehen mangelnde Transparenz vorgeworfen.
  • Weimer stand in seiner Amtszeit als Kulturstaatsminister bisher mehrfach in der Kritik.
  • Die Bundesregierung stellt sich weiterhin hinter Weimer und weist laut gewordene Rücktrittsforderungen zurück.
  • Der Sitz der Leipziger Buchmesse ist in Leipzig, Sachsen.