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Russland füllt dank Iran-Kriegs seine Kriegskasse auf: Ölpreis verdoppelt

Noch vor zwei Wochen schien die russische Volkswirtschaft wegen des niedrigen Ölpreises kurz vor dem Kollaps zu stehen. Die Einnahmen aus dem wichtig…

Fakten

  • Der russische Staatshaushalt wurde mit einem Ölpreis von 59 Dollar kalkuliert.
  • Der tatsächliche Durchschnittspreis lag jedoch nur bei 39 Dollar.
  • Die Frachtraten für russische Rohölexporte sind stark gestiegen, was an dem allgemeinen Anstieg der weltweiten Transportkosten im Zuge des Konflikts bei der Straße von Hormus liegt.
  • Der Preis pro Barrel von 31,84 US-Dollar am 2. Januar stieg auf 71,77 US-Dollar am 9. März – ein Plus von 125 Prozent.
  • In Primorsk, einem weiteren zentralen Umschlagplatz für russisches Rohöl, kletterte der Preis sogar auf 73,57 US-Dollar.
  • Russland kann mit dem Iran-Krieg sein Öl mehr als doppelt so teuer verkaufen wie noch im Januar.
  • Die zusätzlichen Einnahmen werden allerdings durch ebenfalls gestiegene Frachtkosten teilweise geschmälert.
  • Die EU will die Sanktionen gegen Russland nicht lockern, sondern den Ölpreisdeckel konsequent durchsetzen.
  • Der Ölpreisdeckel muss endlich konsequent durchgesetzt werden – durch strengere Kontrollen von Tankern, Versicherungen und Finanzdienstleistern, durch Sanktionen gegen Reedereien und Händler, die Umgehungsgeschäfte organisieren, und durch ein deutlich härteres Vorgehen gegen Russlands Schattenflotte.
  • Die wichtigsten Umschlagplätze für russisches Öl sind Noworossijsk und Primorsk.
  • Moskau will die Liefermengen für Indien und China sogar noch erhöhen.