Landrat lässt Jobverweigerer vom Ordnungsamt abholen – kurz darauf gehen Morddrohungen ein
Er habe keine Angst, sagt Matthias Jendricke am Telefon. Seit über 30 Jahren ist der 54-jährige Thüringer in der Politik, seit fast elf Jahren amtier…
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Fakten
- Matthias Jendricke ist seit über 30 Jahren in der Politik.
- Der Landrat von Nordhausen ist seit fast elf Jahren amtiert.
- Die Drohungen gegen Matthias Jendricke sind wiederholte Vorfälle.
- Das Projekt, das Jendricke unterstützt, verpflichtet junge Bürgergeldempfänger zu gemeinnütziger Arbeit.
- 64 Bürgergeldempfänger unter 25 Jahren sind zurzeit in der Maßnahme.
- 19 Personen haben bereits Leistungen gekürzt.
- Sechs wurden die Leistungen komplett gestrichen, weil sie gar nicht an ihrer Meldeadresse anzutreffen waren.
- Der Weg in Nordhausen bislang bundesweit einzigartig ist.
- Das Projekt geht um Teilhabe und einen zeitlich befristeten Übergang in den normalen Arbeitsmarkt.
- Matthias Jendricke gilt als der „Boris Palmer von Thüringen“, der gerne medienwirksam provoziere.
- Der Grüne spricht von einer Zwangsmaßnahme, die Arbeitslose stigmatisiere.
- Sachsen-Anhalts neuer Ministerpräsident Sven Schulze will sich in Kürze vor Ort in Nordhausen informieren.
- Schulze könnte das Projekt zum Wahlkampfthema machen und auch auf ältere Bürgergeldempfänger ausdehnen.
- Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im September schließt sich seinem AfD-Konkurrenten Ulrich Siegmund auf.
- Matthias Jendricke meint, es sei „die Normalität in der Gesellschaft verloren gegangen - dass Arbeiten der Normalfall ist“.
- Die Thüringer Politik kamen Solidaritätsbekundungen für den bedrohten Landrat.
- Der Thüringer SPD-Landeschef Georg Maier verurteilte die Morddrohungen auf Jendricke scharf.
- Matthias Jendricke ist Landrat in Nordhausen, Thüringen.
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