News
Blindgänger in Dresden: Die größten Bombenfunde und Evakuierungen seit 2013
Auch 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schlummert in Dresdens Erdboden ein tödliches Erbe – Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, abgewo…
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Die größten Bombenfunde und Evakuierungen seit 2013 sind in Dresden passiert.
- Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, abgeworfen zwischen dem 13. und 15. Februar 1945, die heute zur Gefahr werden.
- Die lange Zeit unter der Erde sorgt nicht unbedingt für eine Verringerung der Gefahr des Sprengsatzes, wie – glücklicherweise sehr seltene – Unglücksfälle in Deutschland zeigen: 2019 explodierte auf einem Acker im hessischen Limburg eine Bombe mit Langzeitzünder und hinterließ dabei einen riesigen Krater.
- Verletzt wurde niemand. 2014 detonierte ein Blindgänger bei Baggerarbeiten in Euskirchen bei Bonn. Der Baggerfahrer kam ums Leben, acht Menschen wurden verletzt.
- Auch in Dresden kam es vor acht Jahren zu einer ungeplanten Teildetonation.
- Im März 2026 wurden zwei verdächtige Gegenstände am Neustädter Elbufer gefunden. Einer davon stellte sich als 250 Kilogramm schwere britische Fliegerbombe heraus.
- Rund 18.000 Anwohner sowie Pendler und Touristen mussten am 11. März den Sperrkreis mit einem Radius von 1.000 Metern um die Fundstelle verlassen.
- Die Feuerwehr sagte, dass es laut der Bombe die bisher größte Evakuierung in Dresden war.
- Zweieinhalb Stunden war Sprengmeister Thomas Zowalla mit dem Blindgänger am Königsufer beschäftigt, bis er um 15.10 Uhr die erlösenden Worte melden konnte: „Die Bombe ist entschärft.“
- Am 8. Januar 2025 wurde bei Arbeiten eine US-amerikanische Fliegerbombe entdeckt und erfolgreich entschärft.
- 10.000 Menschen mussten damals evakuiert werden. Große Bereiche der Alt- und der Neustadt waren betroffen.
- Zwei weitere Bombenfunde in unmittelbarer Nähe folgten am 27. und 28. Januar.
- Hier konnte allerdings schnell Entwarnung gegeben werden, weil die Bomben keine Zünder mehr hatten.
- Im August trifft der nächste Bombenfund an der Brücke die Stadt.
- Rund 17.000 Menschen sind von der Evakuierung betroffen. Es war damit die zweitgrößte Evakuierung im Zusammenhang mit einer Weltkriegsbombe.
- Der Evakuierungsradius war etwas größer als der im Januar.
- Am 7. Februar 2024 wurde bei Bauarbeiten auf einem Autohof an der Washingtonstraße eine Bombe gefunden – diesmal eine 250 Kilogramm schwere Bombe deutscher Bauart aus dem Zweiten Weltkrieg.
- Die Bombe war ohne Zünder, weshalb sie abtransportiert werden konnte.
- Bereits im September 2023 wurde eine US-amerikanische Weltkriegsbombe auf der Washingtonstraße gefunden.
- Die Bombe war damals schwer verformt und mit einem Zünder ausgestattet, die Entschärfung dauerte mehr als zehn Stunden.
- Etwa 2200 Menschen mussten damals ihre Wohnungen und Häuser verlassen.
- Am 14. April 2023 wurde bei Arbeiten auf der Zwickauer Straße eine US-amerikanische Weltkriegsbombe entdeckt.
- Sie konnte einen Tag später entschärft werden.
- Das dauerte nicht mal eine halbe Stunde.
- Auch ein Obdachlosenheim, eine Asylunterkunft und ein Pflegeheim müssen teilweise evakuiert werden.
- Gerade für ältere Anwohner ist die Nacht mit vielen Ängsten verbunden.
- „Es war wie Krieg“, sagte damals die 80-jährige Isolde Poike sichtlich bewegt gegenüber Sächsische.de.
- Sie ist gegen 23 Uhr von Einsatzkräften besucht und über die Evakuierung informiert worden und verbringt die Nacht schließlich in der Notunterkunft in der 35. Oberschule.
- Um Punkt 6.15 Uhr sind die beiden Zünder ausgebaut und die Bombe ist entschärft.
- Damit enden auch die Evakuierungsmaßnahmen und Straßensperren.
- Die Entschärfung eines Blindgängers in Löbtau im Jahr 2018 ist die bislang wahrscheinlich heikelste im Dresdner Stadtgebiet.
- Nicht nur, weil die britische Bombe, die am 22. Mai von Bauarbeitern an der Ecke Löbtauer Straße/Wernerstraße entdeckt wird, mit 250 Kilogramm recht schwer ist.
- Weil der Zünder wohl beim Anheben der Bombe durch die Bauleute in sie hineingedrückt wurde, muss die Entschärfung zunächst abgebrochen werden.
- „Das Risiko, dass sie detoniert, beträgt 50 Prozent“, erklärt damals Polizeisprecher Thomas Geithner.
- 9000 Menschen haben da ihre Wohnungen in Löbtau und der Friedrichstadt schon verlassen müssen, auch mehrere Pflegeheime wurden geräumt.
- Außerdem wurde der Luftraum über der Innenstadt gesperrt.
- Mehr als zwei Tage wird der Ausnahmezustand letztlich dauern, zwei Nächte können die Menschen nicht in ihre Wohnungen zurück.
- Die Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschieden damals, dass noch am Abend evakuiert und entschärft werden muss.
- Bei den Bauarbeiten war die Bombe bewegt worden, was die Arbeit für den Kampfmittelbeseitigungsdienst potenziell immer noch gefährlicher macht.
- So müssen schließlich über 7000 Menschen in der Nacht zum Samstag ihre Wohnungen und Häuser verlassen, der Evakuierungsradius um die Fundstelle beträgt 800 Meter.
- 400 von ihnen kommen in Notunterkünften unter.
- Auch ein Obdachlosenheim, eine Asylunterkunft und ein Pflegeheim müssen teilweise evakuiert werden.
- Gerade für ältere Anwohner ist die Nacht mit vielen Ängsten verbunden.
- „Es war wie Krieg“, sagte damals die 80-jährige Isolde Poike sichtlich bewegt gegenüber Sächsische.de.
- Sie ist gegen 23 Uhr von Einsatzkräften besucht und über die Evakuierung informiert worden und verbringt die Nacht schließlich in der Notunterkunft in der 35. Oberschule.
- Um Punkt 6.15 Uhr sind die beiden Zünder ausgebaut und die Bombe ist entschärft.
- Damit enden auch die Evakuierungsmaßnahmen und Straßensperren.
- Die Entschärfung einer Fliegerbombe in Löbtau im Jahr 2018 war die bislang wahrscheinlich heikelste im Dresdner Stadtgebiet.
- Nicht nur, weil die britische Bombe, die am 22. Mai von Bauarbeitern an der Ecke Löbtauer Straße/Wernerstraße entdeckt wird, mit 250 Kilogramm recht schwer ist.
- Weil der Zünder wohl beim Anheben der Bombe durch die Bauleute in sie hineingedrückt wurde, muss die Entschärfung zunächst abgebrochen werden.
- „Das Risiko, dass sie detoniert, beträgt 50 Prozent“, erklärt damals Polizeisprecher Thomas Geithner.
- 150 Kilogramm ist die US-amerikanische Fliegerbombe, die am 22. Januar 2016 auf der Baustelle für die Ballsportarena an der Magdeburger Straße gefunden wird.
- Fünf Hotels, vier Pflegeheime sowie etliche Wohnungen und Büros müssen evakuiert werden.
- Über 800 Menschen sind betroffen.
- Auch am 30. September dieses Jahres wird eine Fliegerbombe von Arbeitern entdeckt: Sie liegt auf der Baustelle an der Heinrich-Greif-Straße in Räcknitz und wiegt 250 Kilogramm.
- Rund 2000 Menschen müssen ihr Zuhause verlassen und dürfen erst nachts zurückkehren.
- Zwei Jahre zuvor, am 12. August 2014, müssen deutlich mehr Menschen wegen einer gefundenen Bombe evakuiert werden: Die 250-Kilo-Bombe US-Amerikanischer Bauart vertreibt vorübergehend 5800 Menschen aus ihren Wohnungen.
- Das Jahr 2013 dürfte einem Mann in besonderer Erinnerung geblieben sein: André Nitzsche. Der Baggerfahrer hat Glück im Unglück, als er Anfang Dezember gleich zwei 250 Kilogramm schwere Fliegerbomben in der Augsburger Straße in Striesen ausgräbt, ohne dass ihm dabei etwas passiert.
- Beim zweiten Mal ist immerhin bereits ein erfahrener Kampfmittelräumer dabei.
- Danach ist Nitzsche den gefährlichen Job endlich los – auf dem offenbar stark getroffenen Gelände macht nun eine Firma weiter, die auf explosive Funde spezialisiert ist.
- Am 5. und 6. Dezember sind jeweils 1800 Menschen von der Evakuierung betroffen.
- Es sind bereits Bombe Nummer 3 und 4, die in diesem Jahr in Dresden gefunden werden.
- Auch am 6. September wird auf der Baustelle für die neue Rettungswache an der Gerokstraße in der Johannstadt ein 250-Kilo-Blindgänger entdeckt.
- 5000 Anwohner müssen vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.
- Das Jahr der Blindgänger begann auch explosiv: Am 22. Januar hat ein Baggerfahrer auf dem Gelände einer Schule in der Zirkusstraße in der Pirnaischen Vorstadt eine US-amerikanische Fliegerbombe erwischt.
- Dresden liegt in Deutschland.