VNG: Wasserstoffnetz droht leere Hülle zu bleiben – Anschluss in Leipzig geplant
Der ostdeutsche Energiekonzern VNG sieht beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft noch große Hürden. „Das Wasserstoffnetz muss am Ende auch mit Wasser…
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Der ostdeutsche Energiekonzern VNG sieht beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft noch große Hürden.
- Das Wasserstoffnetz muss am Ende auch mit Wasserstoff gefüllt werden – sonst bleibt es eine leere Hülle
- Entscheidend sei, dass Projekte nicht nur gebaut würden, sondern auch Nachfrage und wirtschaftliche Bedingungen zusammenkämen.
- Der Wasserstoffhochlauf komme bislang nur langsam voran.
- Projekte würden durch lange Genehmigungsverfahren, strenge Vorgaben und fehlende Planungssicherheit ausgebremst.
- Es gibt vielerorts noch keine verlässliche Nachfrage.
- Die Herstellungskosten über der Zahlungsbereitschaft vieler Unternehmen liegen.
- Das BMW-Werk in Leipzig könnte einer der ersten größeren Abnehmer in Ostdeutschland sein.
- Der Autobauer will seinen Standort an das geplante Wasserstoff-Kernnetz anschließen.
- Eine rund zwei Kilometer lange Anschlussleitung soll ab Mitte 2027 Wasserstoff direkt in das Werk bringen und die bisherige Lieferung per Lastwagen ersetzen.
- Der Einsatz von Wasserstoff soll zunächst in der Lackiererei beginnen, wo Prozesswärme erzeugt wird.
- Perspektivisch könnten weitere Anlagen umgestellt werden.
- BMW rechnet mit einem Bedarf von rund 150 Tonnen Wasserstoff pro Jahr, der langfristig auf mehr als 1.500 Tonnen steigen könnte.
- Wirtschaftlich sei der Einsatz allerdings zunächst nur eingeschränkt.
- BMW-Sprecher Kai Lichte sagte: Wir rechnen mit Wirtschaftlichkeit auch ohne Förderungen beim Einsatz mit Wasserstoff frühestens ab Beginn der 30er Jahre.
- Die Chemiebranche setzt auf Wasserstoff als Baustein für klimafreundlichere Produktion.
- Die Raffinerie des Energiekonzerns Total Energies plant ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 50 Prozent zu senken – unter anderem mit Hilfe von grünem Wasserstoff.
- Eine Pipeline zwischen dem Energiepark Bad Lauchstädt und der Raffinerie ist bereits im vergangenen Jahr fertiggestellt worden.
- Die ersten Lieferungen von grünem Wasserstoff werden nach Angaben des Unternehmens jedoch erst im Verlauf dieses Jahres erwartet.
- Grüner Wasserstoff sei das zentrale Element unserer CO2-Reduktions-Roadmap
- Bis 2032 sollen rund 9.000 Kilometer Leitungen entstehen, die große Industriezentren, Importpunkte, Speicher und Erzeugungsanlagen miteinander verbinden.
- Ein Großteil der Leitungen soll durch die Umrüstung bestehender Erdgas-Pipelines entstehen.
- Das Bundeswirtschaftsministerium sieht im Netz eine zentrale Voraussetzung für den Markthochlauf.
- Ob sich Wasserstoff in der Industrie durchsetzt, hängt maßgeblich von Kosten, Förderinstrumenten und Nachfrage ab.