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Revolution in Köllitsch: Nordsachsens erste Agri-PV-Anlage entsteht
Vor den Toren des Arzberger Ortsteils Köllitsch entsteht derzeit Nordsachsens erste Agri-Photovoltaikanlage. Hier soll das Zusammenspiel von Strom- u…
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Fakten
- Die erste Agri-Photovoltaikanlage in Nordsachsen wird in Köllitsch gebaut.
- Die Demonstrationsanlage ist etwa 1,8 Hektar groß und gliedert sich in zwei Teilflächen - einerseits in Kombination mit Ackerbau, andererseits in Kombination mit Weidehaltung.
- Das Thema Agri-Photovoltaik ist im Freistaat noch relativ neu.
- Die erste Anlage Sachsens wurde im Oktober 2025 im Gut Krauscha bei Görlitz in Betrieb genommen worden.
- Die Anlage soll die Stromerzeugung aus Sonneneinstrahlung mit ökologischem Landbau und dem Schwerpunkt auf Saatgutvermehrung kombiniert.
- Die erste Agri-Photovoltaikanlage in Nordsachsen wird vertikal aufgeständerte bifaziale Module verwenden.
- Die Photovoltaikflächen zeigen nach Angabe von André Hatscher vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie nach Osten und Westen, was eine höhere Stromausbeute in den Morgen- und Abendstunden gewährleiste.
- Bifazial bedeutet, dass die Module den Strom sowohl über die Vorder- als auch die Rückseite produzieren.
- Dies bedeutet einen Mehrertrag von fünf bis 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Modulen.
- Die Anlage soll in Köllitsch gebaut werden, wo vertikal aufgeständerte bifaziale Module die Blicke auf sich ziehen.
- Die Demonstrationsanlage ist speziell für landwirtschaftliche Großtechnik gedacht.
- In den Pufferbereichen neben den Modulen werden Blühstreifen angelegt, um für reichlich Diversität auf dem Acker zu sorgen.
- Diese sind zwischen einem Meter und 1,50 Meter breit und sollen die Anlagen vor Schäden bewahren.
- Der durch die Demonstrationsanlage erzeugte Strom wird größtenteils vom Lehr- und Versuchsgut selbst verbraucht.
- Die Anlage soll noch in diesem Frühjahr abgeschlossen werden.
- Das Thema Agri-Photovoltaik ist nicht nur auf den Raum Torgau begrenzt, sondern auch in anderen Orten wie Wellaune und Meltewitz entstehen soll.
- Ein Vorhaben in der Ortschaft Meltewitz (Gemeinde Lossatal/Landkreis Leipzig) soll eine 55-MWp-Anlage bauen.
- Die Bürgerinitiative gegen das Projekt mobil machte sich gegen das Projekt
- Das Planungsverfahren läuft, aber bis gebaut werden kann, dürfte wohl noch einmal gut ein Jahr vergehen.
- Vorteile einer Agri-Photovoltaikanlage sind unter anderem die effiziente Landnutzung und die Chance, durch Verschattung den Wasserverbrauch in der Landwirtschaft zu senken.
- Ebenso können die Module zu weniger Bodenerosion beitragen.
- Für Landwirte bietet sich mit der Stromproduktion aus Sonnenkraft eine zusätzliche Einnahmequelle.
- Nach Ansicht von Elke Neubert, der Vorsitzende des Regionalbauernverbands Torgau, sei das Interesse an Agri-Photovoltaikanlagen in der Region noch recht überschaubar.
- Gleichwohl seien solche baulich recht aufwendigen Anlagen trotzdem eine Chance für jeden Landwirt, wenn denn der Ausbau mit Augenmaß geschieht.