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Neue fünfte Klassen: Weniger Anmeldungen und fast überall fehlen Lehrer

Der 17. August wird nicht nur für die Erstklässler ein besonderer Tag, sondern auch für die Schüler, die im Moment noch in der vierten Klasse lernen.…

Fakten

  • Die Neue fünfte Klassen: Weniger Anmeldungen und fast überall fehlen Lehrer
  • Der 17. August wird nicht nur für die Erstklässler ein besonderer Tag, sondern auch für die Schüler, die im Moment noch in der vierten Klasse lernen.
  • Insgesamt wechseln zum Schuljahr 2026/27 knapp 770 Mädchen und Jungen in eine weiterführende Schule.
  • Die Entscheidung, welche Schule die derzeitigen Viertklässler besuchen werden, ist bei den meisten bereits gefallen.
  • Aktuell haben sich 295 Kinder an den Gymnasien in Döbeln, Hartha und Nossen angemeldet, 472 Schüler lernen an einer der Oberschulen in der Region Döbeln sowie in Stauchitz, Mügeln und Böhlen bei Grimma weiter.
  • Insgesamt sinkt die Zahl der Fünftklässler in Mittelsachsen.
  • An den Gymnasien haben sich 891 (Vorjahr 907) Schüler angemeldet und an den Oberschulen 1597 (Vorjahr 1628) Mädchen und Jungen.
  • Mit 102 Anmeldungen verzeichnet das Martin-Luther-Gymnasium Hartha 22 mehr als im laufenden Schuljahr.
  • Laut Sächsischem Schulgesetz liegt die Klassenobergrenze in allen Schularten bei 28 Schülern.
  • Das könnte bedeuten, dass es im Harthaer Gymnasium erstmals seit vielen Jahren vier fünfte Klassen gibt.
  • Auch die aktuellen Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahlen in den kommenden Jahren legen eine Vierzügigkeit nahe.
  • Sowohl räumlich als auch von der Zahl der Lehrer her wäre das machbar, obwohl aufgrund von sechs Lehrerabordnungen an die Oberschulen Waldheim und „Am Holländer“ in Döbeln in einzelnen Klassenstufen Unterricht gekürzt werden muss.
  • Das betrifft die Fächer Englisch, Biologie und Sport.
  • „Wir sind eine Geberschule“, sagt Heike Geißler.
  • Für den Ethikunterricht kommt im Gegenzug ein Lehrer aus Mittweida nach Hartha.
  • In den elften und zwölften Klassen, die sich auf die Abschlussprüfungen vorbereiten, falle aufgrund von Abordnungen aber kein Unterricht aus.
  • Festgelegt sei bereits, dass im Geschwister-Scholl-Gymnasium Nossen vier fünfte Klassen gebildet werden.
  • Dort haben sich 98 aktuelle Viertklässler angemeldet – ähnlich viele wie im Vorjahr.
  • Neben Nossener Schülern besuchen das Gymnasium auch junge Leute aus Striegistal, Roßwein, Gleisberg und Döbeln.
  • „Seit 2018 sind wir immer vierzügig“, sagt Schulleiter Dr. Bert Xylander, der sich mit der kontinuierlichen Schülerzahl zufrieden zeigt.
  • Vier Lehrer des Gymnasiums helfen an den Gymnasien Meißen und Großenhain sowie den Oberschulen Nossen und Lommatzsch aus.
  • Dadurch müssen in den fünften und sechsten Klassen Sport-, Ethik- und Religionsstunden gekürzt werden.
  • Eines leide aber nicht unter den Abordnungen. „Wir legen viel Wert auf Prävention“, so Xylander.
  • Dabei geht es um Mediensucht, Fake-News, Ernährung, das Selbstwertgefühl, Drogen, das Sexualleben und die Berufsorientierung.
  • „Eben um alles, was zum Erwachsenwerden dazugehört“, sagt der Schulleiter.
  • Für die Themen, die unterrichtsbegleitend in das Ganztagsangebot eingebunden werden, holen sich die Lehrer Fachleute ins Boot.
  • Außerdem werden thematische Elternabende angeboten.
  • 90 Anmeldungen sind es im Lessing-Gymnasium Döbeln.
  • Das sind einige weniger als im Vorjahr.
  • „Aber die Zahl liegt noch im grünen Bereich“, meint Schulleiter Michael Höhme, der sich die Bildung von vier Klassen wünscht.
  • Die Entscheidung trifft allerdings das Landesamt für Schule und Bildung (Lasub).
  • Wie jedes Jahr haben sich auch diesmal Schüler am Gymnasium angemeldet, die eigentlich eine Bildungsempfehlung für die Oberschule haben.
  • Sie haben bereits in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachkunde einen insgesamt 60-minütigen Test absolviert.
  • Aktuell erfolgen die entsprechenden Elterngespräche.
  • Als „spannend wie immer“ bezeichnet Kristin Diorias-Thomas, Leiterin der Peter-Apian-Oberschule Leisnig, die Anmeldephase der Fünftklässler.
  • Dort haben sich laut Lasub 54 Mädchen und Jungen registrieren lassen.
  • Die Schulleiterin freut sich, dass ein Referendar seine Ausbildung beendet hat und als Chemie-Lehrer an der Schule geblieben ist.
  • In diesem Fach gab es eine Vakanz.
  • Auch in Mathematik, Deutsch und Englisch mussten im ersten Halbjahr Stunden gekürzt werden.
  • „Momentan stehen wir gut da“, meint Kristin Diorias-Thomas und lobt ihr starkes Team.
  • Trotz Unterbesetzung werde an bewährten Projekten festgehalten.
  • Dazu gehören die Schnupperstunden für die Grundschüler, die in der Weihnachtszeit mit dem Backen von Keksen verbunden werden.
  • Wie bei zwölf weiteren Oberschulen in Mittelsachsen haben sich auch an der Roßweiner Geschwister-Scholl-Oberschule mit 66 derzeitigen Viertklässlern weniger angemeldet als für das Schuljahr 2025/26.
  • Für die Klassenbildung ist dies eine ungünstige Zahl.
  • Die Schulnetzplaner müssen entscheiden, ob Schüler, die eine andere Schule bevorzugen, nach Roßwein geschickt werden.
  • Dann könnten dort wie in den Vorjahren drei fünfte Klassen eröffnet werden.
  • Oder einige Roßweiner werden an eine andere Schule umgelenkt.
  • Dann bliebe es bei zwei Klassen.
  • Die Abordnung von zwei Lehrern des Beruflichen Schulzentrums Döbeln, die in Roßwein Sport und Gemeinschaftskunde unterrichten, „hat uns ganz gut geholfen“, sagt Schulleiter Frank Baumert.
  • Allerdings ist inzwischen ein Lehrerehepaar in den Ruhestand gegangen, das insgesamt fünf Fächer unterrichtet hat.
  • Es gibt langfristig Erkrankte und die Seiteneinsteiger müssten langsam an den Schulalltag herangeführt werden.
  • Das hat zur Folge, dass vor allem Englisch- sowie WTH-Stunden (Wirtschaft, Technik, Hauswirtschaft) ausfallen.
  • Mit anderen Fächern sind das in den sechsten Klassen 15 Stunden pro Woche.
  • Insgesamt fehlen in Roßwein fünf bis sechs Lehrer.
  • Auch wer die neuen Fünften als Klassenlehrer übernehmen wird, sei noch unklar.
  • „Ich bin für jeden jungen Lehrer dankbar, der sich bereiterklärt, aufs Land zu kommen“, meint Baumert.
  • Genau zwei Klassen könnte die Waldheimer Oberschule mit 55 angemeldeten Schülern bilden – über mehrere Jahre waren es drei Klassen.
  • Zwölf Lehrerkollegen waren in diesem Schuljahr nach Waldheim abgeordnet.
  • Damit sei es gut gelaufen und der planmäßige Ausfall begrenzt worden.
  • „Aber zu Beginn des nächsten Schuljahres werden die Karten neu gemischt“, sagt Schulleiter Jan Genscher.
  • Schule sei Kontinuität.
  • Letztendlich gehe es immer um „unsere Kinder und deren Bildung“.
  • Dabei sei es auch Aufgabe der Eltern, den Nachwuchs für spezielle Sachen zu interessieren, sei es zum Beispiel Sport, Musik oder Künstlerisches.
  • Was in den Möglichkeiten der Schule liegt, werde umgesetzt.
  • „Wir bieten gefühlt für jeden etwas an“, so Genscher.
  • Die Region Döbeln ist die Location dieser Inhalte.