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Konsens, Pleasure Mapping, Dirty Talk: Therapeutin Leonie Lippl über Sex bei Millennials und Gen Z
Wird die Jugend lustloser? Das könnte man denken, wenn man sich die Ergebnisse der aktuellen Jugendsexualitätsstudie ansieht: Das erste Mal findet de…
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Fakten
- Die erste sexuelle Erfahrung der Generation Z findet durchschnittlich mit 19 Jahren statt.
- Die Gen Z hat nachweislich weniger partnerschaftlichen Sex, aber dieser sei qualitativ hochwertiger.
- Viele junge Menschen setzen sich intensiver damit auseinander, was ihnen wirklich gefällt.
- Der Selbstbefriedigung liegt Leonie Lippl am Herzen und ist wichtig für die eigene Sexualität.
- Sexualität sei kein isolierter Akt, sondern eng mit der Beziehung zu sich selbst verknüpft.
- Das Wissen, wie man guten Sex mit sich selbst hat, bevor man mit anderen intim wird, sei hilfreich.
- Die Mutter von Leonie Lippl arbeitete als Hebamme und brachte ihr einen sehr offenen Umgang mit dem Thema Sexualität bei.
- Viele Frauen würden aber mit der Idee aufwachsen, dass weibliche Lust etwas Verbotenes sei und Masturbation etwas, das man nicht tun sollte, wenn man in einer Beziehung ist.
- Die jüngere Generation hat häufiger Sexleben, das weniger einem klaren Ablauf folgt.
- Vorspiel und Hauptakt sind oft nicht klar voneinander getrennt, sondern Teil eines fließenden Erlebnisses.
- Erwartungs- und Leistungsdruck seien ein großes Problem bei der jüngeren Generation.
- Männer stehen unter der Flut an pornografischen Bildern, die ihnen nahelegten, dass Größe und Ausdauer zählten.
- Frauen fehlen es jedoch an einer Repräsentation ihrer Lust in Mainstream-Pornos.
- Die Orgasmus alleine klappt nicht, aber mit einer anderen Person zusammen ist das ein großes Ziel.
- Unsere Gesellschaft macht aus dem Orgasmus ein größeres Ding als er sein müsste.
- Das Pleasure Mapping sei eine Möglichkeit, den Körper als Schatzkarte zu verstehen und ohne das Ziel, einen Orgasmus zu erleben.
- Es sei wichtig, außerdem ernst zu nehmen, welcher Lust-Typ man ist.
- Nur wenn ich weiß, dass mein Gegenüber auf Dirty Talk steht, kann ich darauf eingehen.
- Die Auseinandersetzung mit dem sexuellen Konsens sei zentral.
- Das bedeutet, dass alle Beteiligten allem zustimmen, was beim Sex passiert.
- Nur weil man gestern Sex hatte, heißt das nicht, dass heute automatisch wieder Einverständnis besteht.
- Man dürge sich nicht davor scheuen, dass das als Stimmungskiller missverstanden würde.
- Das Kondom und der Test auf sexuell übertragbare Infektionen seien wichtig für die Gesundheit.
- Englische Begriffe wie 'clean' (sauber) für den STI-Status seien problematisch.
- Dirty-Talk-Spielchen könnten dabei helfen, Konsens spielerisch zu thematisieren und erotisch zu gestalten.
- Die notwendigen Skills könne man sich antrainieren wie eine Fremdsprache.
- Mit wenigen Worten anzufangen und sich mit der Zeit im Vokabular zu steigern sei wichtig.
- Im Kopf klingt es manchmal heißer als laut ausgesprochen.
- Die jüngere Generation schreibt häufiger schriftlich und hält das erotische Spiel am Laufen.
- Indem wir uns auf die Sinne konzentrieren und uns fragen, was wir sehen, was wir fühlen, was wir schmecken, können wir Lust neu entdecken.