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Pilotenstreik bei Lufthansa: Hunderte Flüge fallen aus – mehr als 5000 Beschäftigte legen Arbeit nieder

Passagiere der Lufthansa müssen sich auf den nächsten großen Streik der Piloten einrichten. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat mehr als 50…

Fakten

  • Der Pilotenstreik bei Lufthansa ist am Donnerstag und Freitag (12. und 13. März) geplant.
  • Mehr als 5000 Beschäftigte der Lufthansa sind an dem Streik teilnehmen.
  • Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat den Streik angekündigt.
  • Gefährdet sind Starts aus Deutschland der Lufthansa-Kerngesellschaft, der Frachttochter Lufthansa Cargo und erstmals bei der Regionalgesellschaft Lufthansa Cityline.
  • Die VC hatte in der vergangenen Woche wegen der angespannten Situation im Luftverkehr nach Nahost von Streikmaßnahmen abgesehen.
  • Flüge in den arabischen Raum sollen nicht bestreikt werden.
  • Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind von dem Arbeitskampf ausgenommen.
  • Die Piloten in den drei bestreikten Flugbetrieben hatten sich in Urabstimmungen für Arbeitskämpfe entschieden.
  • Eine entsprechende Abstimmung bei der Gesellschaft Eurowings läuft am kommenden Montag (16. März) aus.
  • Die Lufthansa-Kerngesellschaft ist bereits die zweite Streikwelle in der laufenden Tarifauseinandersetzung.
  • Am 12. Februar hatten die Piloten für einen Tag die Arbeit niedergelegt.
  • Mehr als 800 Flüge mit rund 100.000 Passagieren fielen aus.
  • Der Hintergrund des Arbeitskampfes sind ergebnislose Verhandlungen über die Betriebsrenten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo.
  • Laut VC-Präsident Andreas Pinheiro liegt weiterhin kein Angebot vor.
  • Die Tarifkommission hat gesagt, dass sie erst weiter reden wird, wenn ein verhandlungsfähiges Angebot vorliegt.
  • Die Cityline erledigt für die Kerngesellschaft Lufthansa regionale Zubringerflüge und soll nach Aussagen des Konzern-Managements im kommenden Jahr auslaufen.
  • Die Verbindungen sollen bis dahin auf die neue, fast namensgleiche Unternehmenstochter Lufthansa City Airlines übergehen.
  • Die bevorstehende Schließung der Cityline hat nichts mit den laufenden Tarifverhandlungen zu tun.
  • Die VC hat für die Jahre 2024, 2025 und 2026 Vergütungsanpassungen um jeweils 3,3 Prozent jährlich gefordert.
  • Ein erstes Angebot hat die VC abgelehnt, weil es eine Friedenspflicht bis Ende 2027 beinhaltete.
  • Die Lufthansa hatte nach dem Streik bei der Kerngesellschaft kostenneutrale Reformen des Betriebsrentensystems vorgeschlagen.
  • Vorstandschef Carsten Spohr hat erklärt, dass dies die Beschäftigten weit mehr interessiere als das ohnehin auskömmliche Betriebsrentensystem.
  • Auch mit der Kabinengewerkschaft Ufo sei man in Gesprächen zum Manteltarifvertrag.
  • Die VC kritisiert seit langem die Konzernstrategie, mit neuen Flugbetrieben wie City Airlines und Discover die Arbeitsbedingungen bei den älteren Konzerngesellschaften unter Druck zu setzen.
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